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Exkursionen im MSc. Globaler Wandel

Geplante Exkursionen (bei Studienbeginn WS 20/21)

Das Modul Internationale Dimensionen des Globalen Wandels umfasst eine 1-2 wöchige Exkursion. Bitte beachten Sie, dass die Exkursionsplanung in Abhängigkeit der Jahrgangsgröße, aktueller Forschungsprojekte, der Lehrkapazitäten und kontextueller Umstände sehr komplex ist. Es kann daher nicht garantiert werden, dass eine ausgewogene Auswahl angeboten wird und dass alle Studierende einen Platz in ihrer Wunschexkursion erhalten.

Ghana (August 2021)

Ghana

Prof. Dr. Hartmut Fünfgeld; Friedrich Neu

Kurzbeschreibung

Die Republik Ghana wird aus Sicht der europäischen internationalen Politik immer wieder als „Musterland Afrikas“ bezeichnet. Wie kaum ein anderes Land Westafrikas verkörpert Ghana die zielstrebige Realisierung von Entwicklungspotenzialen mit Hilfe von Demokratisierung und Modernisierung nach den Vorstellungen multilateraler Institutionen der internationalen Zusammenarbeit. 2018 war Ghanas nationale Wirtschaftsproduktion nicht nur die zweitgrößte in Westafrika; Ghana zählte auch zu den zehn am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften weltweit. Diese rasante Entwicklung blieb jedoch nicht ohne Folgen: Wenngleich in Ghana große Fortschritte bei der Armutsbekämpfung zu verzeichnen sind, profitieren nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen von Wirtschaftswachstum und der Verbesserung der Lebensbedingungen. Ghana gilt weithin als gefestigte Demokratie; dennoch liefern soziale Ungleichheit und beständige Machtungleichgewichte Anhaltspunkte, um die Erfolgsgeschichte Ghanas kritisch zu hinterfragen. Inhaltlicher Fokus der Exkursion wird die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen der Nutzung natürlicher Ressourcen im Süden und im Zentrum Ghanas sein, die im Spannungsfeld von postkolonialen Entwicklungspfaden, Fragen der Umweltgerechtigkeit und Dynamiken des Globalen Wandels thematisiert und diskutiert werden soll. Die teilnehmenden Studierenden werden die Möglichkeit haben, sich ein grundlegendes Verständnis aktueller gesellschaftlicher, ökonomischer und ökologischer Veränderungsdynamiken in Ghana zu erarbeiten. Dabei werden Konflikte der Ressourcennutzung, sozialer Gerechtigkeit und globalem Umweltwandel anhand von Fallbeispielen und im Austausch mit relevanten Akteuren vor Ort thematisiert. Die Exkursion wird in enger Zusammenarbeit mit lokalen Wissenschaftler*innen der University of Ghana vorbereitet und durchgeführt. Ausgangspunkt der Exkursion wird die Hauptstadt Accra sein, mit geplanten Aufenthalten in den Küstenregionen sowie in der Ashanti-Region.

Die Kosten für die Teilnahme an der Projektstudie werden sich auf ca. 1000,- Euro belaufen. Hinzu kommen Kosten für Hin- und Rückreise. Die Bereitstellung einer genauen Kostenübersicht erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

USA – der Südwesten (August/September 2021)

USA – der Südwesten

Prof. Dr. Rüdiger Glaser

Kurzbeschreibung

Die USA sind einer der führenden globalen Player. Ihr Machtanspruch und die damit einhergehenden Werthaltungen haben sowohl in der Innen- wie auch in der Außensicht schon immer zu Kontroversen geführt. Es ist ein Staat vielfältiger und ambivalenter politischer, ökologischer, ökonomischer und sozialer Gegebenheiten – wie sie sich auch gerade wieder in der Corona Krise zeigen – mit zum Teil unüberbrückbaren Kritikalitäten aber auch Chancen und Innovationen. Im Südwesten der USA zeigen sich viele dieser Facetten, die in dieser Form in Europa nicht oder noch nicht existent sind, beispielhaft. In der ca. vierzehntägigen Exkursion werden von Los Angeles ausgehend über Las Vegas, Flagstaff mit Grand Canyon bis nach Phoenix/Tucson regionale und lokale Gegebenheiten im Kontext des Globalen Wandels aufgegriffen. Thematisiert werden u.a. der Klimawandel mit den regionalen Besonderheiten LA Smog, Flash Floods, Sommermonsun sowie die spezifischen Wüstensituationen der Mojave und Sonoran Desert. Inhaltlich relevant sind Vegetation und Waldbrände, aber auch Hangdynamik und -rutschungen v.a. in der Basin und Range Province sowie in den Schichtstufenlandschaften, ebenso wie die Küstenentwicklungen. Weitere Schwerpunkte sind die latente Wasserproblematik, die allgemein Bevölkerungs- und Stadtentwicklung, insbesondere Aspekte von Megacities und die Rolle von Medien und Entertainment, der Urban Sprawl sowie Gewalt- und Armutsfragen und Migration. Die Situation der indigenen Völker und deren historische Entwicklung werden in Wupatki und Casa Grande ebenso aufgegriffen wie Fragen des Tourismus und Aspekte der Wahrnehmung und Imagebildung von „California Dreaming“ und die Inszenierung von Hauptstädten. Daneben werden die vielfältigen Anpassungsstrategien wie Appelle zum Wasserverbrauch, Xeri Gardening, Renaturierungsmaßnahmen, Meerwasserentsalzung, alternative Energien und städteplanerische Konzepte der Abschattung und Kühlung, Urban Gardening, Smart Growth sowie der Dünenstabilisierung diskutiert. Ziel ist es, die vielfältigen Aspekte und Prozesse von Global-Change auf lokaler und regionaler Ebene zu erkennen und in den einschlägigen Theorien sowie Forschungs- und Methodenkonzepte, wie etwa der LA School of Urbanismen oder der “Ökologie der Angst” oder dem arid-morphodynamischen System und den Erkenntnissen aus Modellrechnungen zum Klimawandel zu spiegeln und vor Ort nachzugehen. Wir werden die langjährigen Verbindungen zur University of Arizona in Tucson nutzen, um auch mit lokalen Akteuren vor Ort spezifische Aspekte zu diskutieren. Alles in allem soll in der Zeit des Postfaktischen den kruden und populistischen Behauptungen mit validen Aussagen und Erkenntnisse entgegnet werden.

Die Kosten für die Teilnahme an der Projektstudie werden sich auf ca. 1000,- Euro belaufen. Hinzu kommen Kosten für Hin- und Rückreise. Die Bereitstellung einer genauen Kostenübersicht erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.