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Projektstudie im MSc. Globaler Wandel

Hinweise

Der Studiengang beinhaltet als eines der zentralen Elemente eine Projektstudie. In der Projektstudie bearbeiten Sie ein geographisches Forschungsthema bzw. eine geographische Fragestellung vor Ort. Nach gemeinsamen Vorbereitungsarbeiten in Freiburg forschen und recherchieren Sie im Gelände teilweise zu selbstgewählten, teilweise zu vorgegebenen Fragestellungen eigenständig, in Gruppen und unter Anleitung und Hilfestellung der Dozentinnen und Dozenten.

Die Projekstudie ist für das zweite und dritte Semester angesetzt. Sie haben die Wahl zwischen zwei Angeboten. Die Projektstudie wird im Sommersemester nach Beginn des Masterstudiums (im Wintersemester) belegt: Beginnen Sie Ihr Masterstudium beispielsweise im Wintersemester 2021/22, belegen Sie demnach im folgenden Sommersemester 2022 eine der beiden Projektstudien.

Entsprechend den Terminen der Aufenthalte (teilw. an klimatisch günstige Zeiträume gebunden) können sich Verschiebungen im Studienverlaufsplan ergeben.

Wir bemühen uns Zuschüsse für die Exkursion und die Projektstudie einzuwerben, jedoch gelingt dies nicht immer. Rechnen Sie bitte damit, dass Sie die gesamten Kosten für die Exkursion und Projektstudie tragen müssen. Trotz sorgfältiger Planung kann es vorkommen, dass Sie keinen Platz in Ihrer Lieblings-Projektstudie bekommen und einer alternativen Projektstudie zugewiesen werden.

Bei inhaltlichen Fragen kontaktieren Sie bitte die durchführende Dozentin / den durchführenden Dozenten. Bei Fragen bzgl. des Studienablaufs, Anrechenbarkeiten etc. kontaktieren Sie bitte den Fachstudienberater des Masterstudiengangs.

Wichtige Hinweise (Covid-19):

Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der aktuellen Pandemie zu Änderungen in der Planung und Durchführung der Projektstudien kommen kann.

Projektstudien für den Jahrgang 2022/23

Quartiersleben in Straßburg (Option A)

Quartiersleben in Straßburg – Projektstudie im Sommersemester 2023

Prof. Dr. Tim Freytag, Dr. Carola Fricke und Nora Winsky

Foto Projektstudie 2023 A


Inhalt und Ablauf der Projektstudie

Die Stadt Straßburg (im Elsass, Frankreich) war bereits im Mittelalter ein wichtiges Zentrum für Handel und Verkehr. Im Zuge der neuzeitlichen Stadterweiterungen sind zahlreiche Stadtquartiere entstanden, die ein hohes Maß an funktionaler und sozialräumlicher Differenzierung erkennen lassen und sich aktuell mit vielfältigen stadtpolitischen und stadtplanerischen Herausforderungen konfrontiert sehen. Ein Fokus der Projektstudie „Quartiersleben in Straßburg“ liegt auf dem Zusammenwirken von demographischen, sozialen, ökonomischen und umweltbezogenen Veränderungen, die als Bestandteil des globalen Wandels gefasst werden können. Am Beispiel ausgewählter Stadtquartiere wird herausgearbeitet, welche spezifischen Herausforderungen in den Quartieren bestehen und wie der alltägliche Umgang damit von den dort lebenden Menschen und anderen Akteur:innen ausgehandelt wird.

Die Studierenden werden voraussichtlich bereits Ende April oder Anfang Mai 2023 zu einem ersten Vorbereitungstermin zusammenkommen. Während des Sommersemesters 2023 wird ein dreiwöchiges Blockmodul (Block 5, zweite Julihälfte) stattfinden, in dem einschlägige Forschungsliteratur und geeignete methodische Kenntnisse der qualitativen Sozialforschung sowie eventuell unter Einbeziehung des Medienzentrums der Universitätsbibliothek einführende Grundlagen von crossmedia (Verknüpfung von Video, Ton und Text) vermittelt und erarbeitet werden. Dabei ist vorgesehen, dass die Studierenden individuelle Schwerpunkte setzen, die auf theoretisch-konzeptioneller oder methodischer Ebene sowie eventuell im Bereich von crossmedia angesiedelt sind. Den Kern der Projektstudie bildet ein ca. 12-tägiger Studien- und Forschungsaufenthalt in Straßburg (voraussichtlich 25.9. – 6.10.2023). Vor Ort werden die Studierenden überwiegend in Kleingruppen und eigenständig mittels sozialwissenschaftlicher Methoden und Instrumente eigene Erhebungen und Analysen an ausgewählten Standorten durchführen und eventuell unter Einbezug von crossmedia-Formaten dokumentieren. Voraussichtlich bis Ende Oktober 2023 wird die Dokumentation der eigenen Arbeiten weiter ausgearbeitet und abschließend präsentiert.

Kosten

Die Kosten für die Teilnahme an der Projektstudie werden sich auf ca. 500 - 600 Euro (Übernachtung und Transport vor Ort) belaufen. Hinzu kommen Kosten für Hin- und Rückreise sowie Verpflegung, die von den Studierenden vor Ort zu tragen sind. Die Bereitstellung einer genauen Kostenübersicht erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Eine anschauliche Dokumentation früherer Projektstudien der Professur für Humangeographie finden Sie unter:
https://www.huge.geographie.uni-freiburg.de/projektstudien/barcelona2019/ und
https://www.huge.geographie.uni-freiburg.de/projektstudien/schwarzwald2021/

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Climate change and its impacts in mountain regions:
Observations, models, and uncertainties in dealing with climate risk (Option B)

Climate change and its impacts in mountain regions: Observations, models, and uncertainties in dealing with climate risk – Projektstudie im Sommersemester 2023

Jun.-Prof. Dr. Katharina Schröer

Foto Projektstudie 2023 B


Content and process

Mountain regions are relevant from a climate perspective in many aspects: (1) they are climatic divides on the large scale and themselves exhibit steep climatic gradients on small scales, (2) they accommodate specialized ecosystems and vulnerable communities and (3) provide natural resources (e.g., water) to far away regions. Observed temperature change rates in mountain regions exceed those measured elsewhere, making the debate about climate impacts ever more urgent. Both the graduate changes and extreme events challenge exposed Alpine ecosystems, communities, and sectors and increasingly force them to adapt. Reliable climate data are key to understanding past and future changes and assist effective action, but in complex terrain, collecting reliable data is hampered by many factors and uncertainties remain high.

In this project study, we will investigate challenges in mountain climate research from exploring climate datasets to investigating specific risks and stakeholder perspectives on climate impacts and vulnerabilities. Students will conceptualize and conduct subprojects, exploring different sources of climate data and risk models using quantitative methods, but are also encouraged to complement analyses with qualitative methods, e.g., engaging in stakeholder dialogue. Study foci can include but are not limited to mountain ecosystems or civil protection and weather services, who are responsible for hazard warnings and communication.

The first phase (Block 5, July 2023) will consist of introductory lectures and exercises, developing subprojects and tasks, and getting started with data analysis. The second phase will consist of field days (approx. 8 days, likely in two blocks in September) leading us to locations in the Alpine D-A-CH region, where insights into monitoring efforts and actors’ perspectives will complement the data perspectives. In the final phase, students will finalize their projects and prepare their results to be presented in a final workshop day (end of October).


Costs

The approximate costs for the field days will be about 500 Euros (excl. transport and meals). Details on the field day schedules, exact locations and cost will be provided in due time.

The working languages of this course will be English and German, and students are encouraged to present their results in English.


Inhalt und Ablauf der Projektstudie

Klimatologisch gesehen sind Gebirgsregionen in vielerlei Hinsicht interessant: (1) Auf grosser Skala stellen sie Klimascheiden dar, während sie selbst auf kleinen Skalen starke Gradienten aufweisen, (2) sie beherbergen spezialisierte Ökosysteme und vulnerable Gesellschaften und (3) sie stellen natürliche Ressourcen (z. B. Wasser) auch weit entfernten Regionen zur Verfügung. Die in Gebirgsregionen beobachtete Erwärmung übersteigt anderswo gemessene Raten, was die Debatte über Klimaauswirkungen noch dringlicher macht. Sowohl graduelle Veränderungen als auch Extremereignisse stellen exponierte Alpine Ökosysteme, Gesellschaften und Sektoren vor Herausforderungen und zwingen sie zur Anpassung. Verlässliche Klimadaten sind ein wesentlicher Baustein, um vergangene und zukünftige Veränderungen zu verstehen und wirksame Anpassungsmaßnahmen zu unterstützen. Im komplexen Gelände wird die Erhebung zuverlässiger Daten jedoch durch viele Faktoren erschwert, und die Unsicherheiten sind nach wie vor groß.

In dieser Projektstudie werden wir uns den Herausforderungen der Klimaforschung in Gebirgsregionen widmen. Wir werden verschiedene Klimadatensätze erkunden und spezifische Risiken identifizieren, aber auch die Sichtweise von Interessengruppen auf Klimaauswirkungen und Verletzlichkeiten untersuchen. Die Studierenden konzipieren und führen Teilprojekte durch, in welchen sie verschiedene Quellen von Klimadaten und Risikomodellen mit quantitativen Methoden erforschen. Diese Analysen können ebenso mit mit qualitativen Methoden ergänzt werden, z. B. durch den Dialog mit Interessengruppen. Studienschwerpunkte können unter anderem Bergökosysteme oder der Katastrophenschutz und Wetterdienste sein, die für Gefahrenwarnungen und Kommunikation zuständig sind.

Die erste Phase (Block 5, Juli 2023) besteht aus einführenden Vorlesungen und Übungen, der Entwicklung der Teilprojekte und Aufgaben, sowie der Einführung in die Datenanalyse. Die zweite Phase besteht aus Feldtagen (ca. 8 Tage, voraussichtlich in zwei Blöcken im September), die uns zu Orten in der alpinen D-A-CH-Region führen, wo die Datenperspektive durch Lokalaugenscheine von Beobachtungsnetzwerken und Akteursperspektiven ergänzt wird. In der letzten Phase werden die Studierenden ihre Projekte abschließen und ihre Ergebnisse vorbereiten, um sie in einem abschließenden Workshoptag (Ende Oktober) zu präsentieren.


Kosten

Die ungefähren Kosten für die Feldtage werden sich auf ca. 500 Euro belaufen (ohne Transport und Verpflegung). Einzelheiten zu den Feldtagen, genauen Orten und den Kosten werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

Die Kurssprachen sind Englisch und Deutsch und Studierende werden ermutigt, ihre Ergebnisse in Englischer Sprache zu präsentieren.

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Projektstudien für den Jahrgang 2021/22

Landwirtschaft im Spannungsfeld von Ökologie, Nahrungsproduktion und Marktlogiken (Option A)

Landwirtschaft im Spannungsfeld von Ökologie, Nahrungsproduktion und Marktlogiken – Projektstudie im Sommersemester 2022

Prof. Dr. Annika Mattissek

Bildquelle: Annika Mattissek


Inhalt und Ablauf der Projektstudie

Themen rund um Landwirtschaft führen derzeit zu hitzigen Debatten in der Gesellschaft: Während Demonstrationen wie „Wir haben es satt“ einen grundlegenden Systemwandel und eine Hinterfragung kapitalistischer Produktionslogiken fordern, ziehen Landwirt*innen unter dem Motto „Land schafft Verbindung“ in großen Treckerverbänden in Städte, um für mehr Anerkennung und weniger rechtliche Vorgaben zu demonstrieren. Die hier zu Tage tretenden Konflikte und Debatten zeigen, dass Landwirtschaft untrennbar mit einigen der größten Herausforderungen im Kontext des globalen Wandels verknüpft ist, wie Klimawandel, Ernährungssicherung und Naturschutz. Gleichzeitig stehen landwirtschaftliche Praktiken im Spannungsfeld unterschiedlicher, oft widerstreitender politischer Zielvorstellungen, Strukturen und gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse auf unterschiedlichen Maßstabsebenen: Auf der globalen Ebene beeinflussen Regulierungen des Handels mit Lebensmitteln und Rohstoffen deren Preisschwankungen, europäische Agrarpolitik und damit verknüpfte Subventionen sind Gegenstand hitziger Auseinandersetzungen und lobbyistischer Einflussnahme, Nationalstaaten steuern unter dem Einfluss gesellschaftlicher Diskurse beispielsweise Fragen des Natur-und Biodiversitätsschutzes. Diese einführenden Beispiele zeigen bereits, dass sich landwirtschaftliche Praktiken, deren Einflussfaktoren und Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft nur aus einer Perspektive heraus verstehen lassen, die das Zusammenwirken der Interessen, Machtbeziehungen und politischen Strategien auf unterschiedlichen Skalen in den Blick nimmt. Die Projektstudie bringt entsprechend eine politisch-ökologische Perspektive in Anschlag, um aktuelle Themen und Fragestellungen im Bereich der Landwirtschaft anhand von Fallbeispielen aus dem südlichen Baden-Württemberg in den Blick zu nehmen. Mögliche Themenstellungen lassen sich dabei in drei große, wenngleich auf vielfältige Art und Weise miteinander verknüpfte, Bereiche untergliedern:

1. Diskurse um Landwirtschaft
Die öffentliche Wahrnehmung von Landwirtschaft und damit vielfach auch die an sie gerichteten Erwartungen und Forderungen werden maßgeblich durch mediale und öffentliche Diskurse geprägt. In diesen werden sowohl gesellschaftliche Zuschreibungen von Verantwortung verhandelt, als auch Stereotype und Vorstellungsbilder etwas über „die“ ökologische oder konventionelle Landwirtschaft geformt. Mögliche Fragestellungen beziehen sich hier auf typische Diskursmuster rund um Landwirtschaft, deren Unterschiede zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und deren Veränderungen über die Zeit.
2. Praktiken, Entscheidungen und Wahrnehmungen von Landwirt*innen
Aus der Perspektive der Landwirt*innen ist deren Arbeit geprägt durch unterschiedliche strukturelle Rahmenbedingungen und Druckfaktoren. Dazu gehören gestiegene Erwartungen und Vorgaben in Bezug auf ökologische Verträglichkeit, bereits spürbare und erwartete Auswirkungen des Klimawandels, die zunehmend globale Konkurrenz auf Lebensmittelmärkten und der daraus resultierende enorme Preisdruck auf Lebensmittelproduzent*innen. Darüber hinaus wird von Landwirt*innen häufig bemängelt, dass das diskursiv produzierte Ansehen ihrer Branche zu Unrecht gelitten habe. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Einflussfaktoren konkret auf unterschiedliche landwirtschaftliche Bereiche und Betriebstypen einwirken, wie Landwirt*innen ihre Situation wahrnehmen und welche Entscheidungen sie treffen.
3. Strukturelle Einflussfaktoren auf Landwirtschaft
Auf der politischen und ökonomischen Ebene steht Landwirtschaft im Spannungsfeld einer Reihe spezifischer Strukturen: Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden großteils im Zusammenspiel von EU-Politik und nationalen Anpassungen entschieden, die wiederum unter dem Einfluss unterschiedlicher Interessengruppen und Lobbyverbände stehen. In finanzieller Hinsicht ist Landwirtschaft zum einen stark durch die Subventionspolitik der EU (und nationale Finanzierungsmechanismen) geprägt, zum anderen durch finanzielle Logiken internationaler, nationaler und regionaler Agrarmärkte beeinflusst. Aus politisch-ökologischer Perspektive wirft das u.a. Fragen danach auf, wie bestimmte Interessen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen durchgesetzt werden und wie politische und ökonomische Machtverhältnisse miteinander verschränkt sind.
Solche und ähnliche Aspekte und Themen sollen im Rahmen der Projektstudie im Raum Freiburg bzw. im südlichen Baden-Württemberg aus einer humangeographischen Perspektive untersucht werden. Im Rahmen der Projektstudie werden zunächst mit Hilfe von wissenschaftlicher Literatur und voraussichtlich in Lokalterminen mit Expert/innen und Produktionsbetrieben die Grundlagen des Themas erarbeitet. In einem zweiten Schritt werden von den Studierenden in Gruppen entwickelte, eigene empirische Projekte bearbeitet.

Kosten

Die voraussichtlichen Kosten der Projektstudie belaufen sich auf ca. 350 Euro (für Exkursionsanteile & Kick-off Workshop).

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Regionale Klimaanalyse: Vulnerabilität, Wahrnehmung, Klimaschutz,
Anpassung und Kommunikation (Option B)

Regionale Klimaanalyse: Vulnerabilität, Wahrnehmung, Klimaschutz, Anpassung und Kommunikation – Projektstudie im Sommersemester 2022

Prof. Dr. Rüdiger Glaser

Bildquelle: Rüdiger Glaser



Inhalt und Ablauf der Projektstudie

Der globale Klimawandel und seine Folgen sind ohne Zweifel Leitthemen unserer Zeit und in entsprechend vielfältige Diskurse eingebunden. Facetten sind u.a. die konkreten Messreihen, die Ursachendiskussion, regionale Folgen; der breite Diskurs von Tipping Points und Social Tipping Elements sowie Interventions, gesellschaftliche Wahrnehmungen und Reaktionen wie Fridays for Future, politische Aushandlungsprozesse wie das Pariser Klimaabkommen mit der 1,5° Grad Grenze, die Aktivitäten von Klimawandelleugnern etc. Dazu kommen Fragen von Anpassungsmaßnahmen.

In der Geographie Freiburg sind mehrere Arbeitsgruppen mit verschiedenen Aspekten dieser Themenkreise beschäftigt. In mehreren internationalen Forschungsprojekten wurden u.a. die Klimavulnerabilität sowie die Anpassungsformen, aber auch der kommunalen Anpassungsmaßnahmen analysiert. Weitere Teilaspekte wie die Nutzung von Klimainformationen sowie neue Formen der Kommunikation werden in verschiedenen Dissertationsvorhaben umgesetzt. In der Projektstudie spannt sich der Bogen von der Analyse der Klimaentwicklungen über die daraus resultierenden regionalen Anfälligkeiten und Wahrnehmungen, den gesellschaftlichen Diskursen zu den Schutz- und Anpassungsmaßnahmen sowie verschiedenen Kommunikationsformen.

Regional soll auf die TMO und den entsprechenden transnationalen Kontext fokussiert werden, wobei inhaltlich die angesprochenen Themenkreise sowohl auf Kommunen als auch auf spezifische Branchen und Bereiche wie Nahrungsmittelindustrie oder Wasserwirtschaft bezogen sein können.

Die trinationale Metropolregion Oberrhein (TMO) bietet sich als regionales Forschungsziel auch deshalb besonders an, weil sie mit den städtischen Zentren Basel, Freiburg, Karlsruhe, Straßburg und Mulhouse vom Klimawandel besonders betroffen ist.

Die Temperaturzunahme liegt über dem globalen Durchschnitt und geht mit einer verstärkten Hitzebelastung einher. Dazu nehmen die Winterniederschläge zu, was zu einer Verschärfung der Hochwassergefahr führt. Im Gegensatz dazu rechnet man mit verlängerten und intensiveren sommerlichen Dürrephasen sowie einer Zunahme von Starkregenereignissen, die örtlich zu schweren Schäden führen können. Weitere Veränderungen betreffen die Schneedeckendauer in den höheren Lagen der umrahmenden Mittelgebirge mit Auswirkungen auf den Wintertourismus sowie die Frage der zukünftigen Entwicklung schwerer Orkane.

Methodisch werden in der Projektstudie neben empirisch-naturwissenschaftlichen Verfahren insbesondere auch Interviews mit Betroffenen und Beteiligten wie Stakeholdern, NOGs, Verbänden etc. umgesetzt. Des Weiteren werden digitale Formate wie beispielsweise das Selbstanalysetool Climate Inspector (https://gis.clim-ability.eu/) thematisiert. Wie unterstützen diese die Kommunikation und die Anpassungsmaßnahmen? Ebenso ist die Auswertung sozialer Medien gefragt. Möglich ist auch die Ableitung verschiedener Kommunikationsformen, aber auch kreative künstlerische Umsetzungen.

Die Projektstudie umfasst eine inhaltlich-konzeptionelle Einführung in das Projekt mit entsprechender thematischer Zuschärfung. Exkursionen zu ausgesuchten Schauplätzen der regionalen Klimavulnerabilität und Anpassungsmaßnahmen sollen die konkreten Auswirkungen, aber auch verschiedene Institutionen kennen lernen. Die Studierenden arbeiten in der Regel in 2er oder 3er-Teams zu einem vorab definierten Thema. Die Konzepte orientieren sich methodisch an Risikoansätzen.

Als Qualifikations- und Lernziele sind die Ableitung eines Analyserahmens aus den methodischen und methodologischen Diskursen zum Klimarisiko, insbesondere zur Klimavulnerabilität und praxisnahen Anpassungskapazitäten, die Analyse und Darstellung der regionalen Klimavulnerabilität und Anpassungskapazität in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO), die Anwendung eines breiten Methodenspektrums, je nach gewähltem Thema werden unterschiedliche methodische Kompetenzen erworben und vertieft, u.a. didaktische Kompetenzen in der Klimakommunikation, statistische Auswertung klimatologischer Daten, Abbildung und kartographische Visualisierung von Daten und Informationen, Datenrecherche und Evaluation, Experteninterviews, empirische Sozialforschung, teilnehmende Beobachtung, die vor-Ort Analyse, insbesondere auch der transkulturelle Diskurs zu kulturellen Prägungen, Wahrnehmungen und Umsetzungen im transnationalen Kontext und die Stärkung regionaler Kompetenz vorgesehen.

Kosten

Die voraussichtlichen Kosten der Projektstudie belaufen sich auf ca. 200 Euro.

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Vergangene Projektstudien

2021: Tourismus im Schwarzwald. Prof. Dr. Tim Freytag (Option A)

Der Schwarzwald zählt zu den ältesten und bedeutendsten touristischen Destinationen in Mitteleuropa. Inhaltlich beschäftigt sich die Projektstudie „Tourismus im Schwarzwald“ mit gesellschaftlichen Veränderungen im Zuge des globalen Wandels, die im Bereich des Tourismus sichtbar und greifbar werden... pdf

Foto: Wegweiser im Schwarzwald | Bildquelle: Tim Freytag

2021: Geomorphologie und alpine Naturgefahren im Zuge des globalen Wandels - Das Kaunertal in den österreichischen Alpen. Jun.-Prof. Dr. Jan Blöthe (Option B)

Die Projektstudie „Geomorphologie und alpine Naturgefahren im Zuge des globalen Wandels“ geht der übergeordneten Frage nach, wie sich natürliche Prozesse und deren negative Folgen für den Menschen (Naturgefahren) im Zuge des globalen Wandels in den Alpen entwickeln. ... pdf

Foto: Das Kaunertal im Panorama | Bildquelle: Jan Blöthe

2020: Akteursbezogene Anpassung an den Klimawandel. Prof. Dr. Hartmut Fünfgeld (Option A)

Die Projektstudie „Akteursbezogene Anpassung an den Klimawandel“ befasst sich mit experimentellen wie auch verstetigten Handlungsstrategien zur Anpassung an den Klimawandel in der Region südlicher Oberrhein/Südschwarzwald. Für das südliche Oberrheingebiet ist eine im überregionalen Vergleich überdurchschnittliche Zunahme klimatischer Extreme und Risiken zu erwarten... pdf

Foto: Uferlinie eines austrocknenden Gewässers | Bildquelle: seelikefinn

2020: Klimavulnerabilität und Anpassungsfähigkeit von Unternehmen in der trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO). Prof. Dr. Rüdiger Glaser (Option B)

Im Mittelpunkt der neuen Projektstudie, die durch das INTERREG Forschungsprojekt Climability Design mit 13 Einrichtungen hinterlegt ist, steht die Frage, wie die Anpassungskapazität von KMUs in der Metropolregion verbessert werden kann. Dazu werden in enger Kooperation mit den anderen Forschungseinrichtungen und Planungsbehörden entsprechende Konzepte abgeleitet, Untersuchungen durchgeführt und neue Formen von digital gestützten Analysetools und Kommunikationsformen entwickelt... pdf

Foto: Studierende vor Windkraft, Photovoltaik | Bildquelle: Rüdiger Glaser

2019: Akteursbezogene Anpassung an den Klimawandel. Prof. Dr. Hartmut Fünfgeld (Option A)

Die Projektstudie „Akteursbezogene Anpassung an den Klimawandel“ befasst sich mit experimentellen wie auch verstetigten Handlungsstrategien zur Anpassung an den Klimawandel in der Region südlicher Oberrhein/Südschwarzwald. Für das südliche Oberrheingebiet ist eine im überregionalen Vergleich überdurchschnittliche Zunahme klimatischer Extreme und Risiken zu erwarten... pdf

Foto: Uferlinie eines austrocknenden Gewässers | Bildquelle: seelikefinn

2019: Touristifizierung in Barcelona. Prof. Dr. Tim Freytag und Clara Kramer (Option B)

Inhaltlich beschäftigt sich die „Projektstudie Barcelona“ mit Fragestellungen und Herausforderungen der fortschreitenden Touristifizierung urbaner Räume. In den vergangenen beiden Jahrzehnten hat Barcelona einen starken Anstieg des Tourismusaufkommens erfahren. Neben den wirtschaftlichen Auswirkungen hat das Wachstum... pdf

Foto: Touristische Souvenirs als Massenware in Barcelona | Bildquelle: Karsten Kurowski

2018: Politische Ökologie agrarischer Praktiken – Landwirtschaft zwischen globalen Einflüssen, nationalen Interessen und lokalen Gegebenheiten. Prof. Dr. Annika Mattissek (Option A)

Klimawandel, Ernährungssicherung und Naturschutz: landwirtschaftliche Praktiken sind untrennbar mit einigen der größten Herausforderungen im Kontext des globalen Wandels verknüpft. Sie stehen dabei im Spannungsfeld unterschiedlicher, oft widerstreitender politischer Zielvorstellungen und gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse und sind zudem untrennbar mit physischen Gegebenheiten und damit auch mit Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit verknüpft.... pdf

Foto: Hoftor mit Plakatierung "Wir machen Blütenträume wahr" und Direktvermarktung | Bildquelle: Annika Mattissek

2018: Hitze, Trockenheit und Dürren im sozial-ökologischen Kontext der Mittelbreiten und im ariden Südwesten Nordamerikas. Prof. Dr. Rüdiger Glaser, Rafael Hologa, Michael Kahle, Mathilde Erfurt (Option B)

Hitze, Trockenheit und Dürren sind extreme und daher selten auftretende Ereignisse, welche komplexe Auswirkungen auf die sozial-ökologischen Systeme haben und mit diesen interagieren. Für viele Regionen der Erde werden solche Ereignisse im Rahmen des Klimawandels zukünftig als häufiger auftretende Phänomene prognostiziert, so auch für Baden-Württemberg oder den ariden Südwesten der USA.... pdf

Foto: Kontakt mit Landschafts- und Stadtplanern in Tucson unter einem neu konzipierten Sonnenschutz | Bildquelle: Rüdiger Glaser

2017: Klimavulnerabilität in der trinationalen Region Oberrhein. Prof. Dr. Rüdiger Glaser, Nico Scholze, Michael Kahle

Die trinationale Region Oberrhein mit den städtischen Zentren Basel, Freiburg, Karlsruhe, Straßburg, Mulhouse mit insgesamt fast 6 Mio Einwohnern und einer Wirtschaftskraft von 175 Mrd. EUR steht im Rahmen des Klimawandels im besonderen Fokus. Bereits nachweisbar ist eine Zunahme der... pdf

Foto: Besuch beim CCI in Strasbourg, einer der Projektpartner in Climability, vergleichbar der IHK. Hier informierte sich die Gruppe über die spezifische Sichtweise dieser Einrichtung und deren Erwartungen innerhalb des Projektes. | Bildquelle: Rüdiger Glaser

2016: Transition towns und nachhaltige Stadtentwicklung in Massachusetts (USA). Prof. Dr. Tim Freytag, Dr. Samuel Mössner

Inhaltlich beschäftigt sich die Projektstudie mit Fragestellungen der nachhaltigen Stadtentwicklung in den USA und Deutschland. Im Vordergrund wissenschaftlicher Untersuchungen zu Transition-Towns stehen Fragen nach den sozialen, politischen und ökonomischen Dimensionen im Kontext einer kritisch inspirierten Stadtforschung. Wir identifizieren die konkreten Strukturen und Prozesse vor Ort ... pdf

Foto: Studierende führten teilnehmende Beobachtungen bei dem Community-Center Stone Soup durch und beteiligten sich insbesondere auch bei der offenen Fahrradwerkstatt „Earn-a-bike“ | Bildquelle: Lilith Kuhn

2015: Klimawandel – Risikobewertung und Anpassungsstrategien in langfristiger Perspektive. Prof. Dr. Rüdiger Glaser

In der Projektstudie „Klimawandel – Risikobewertung und Anpassungsstrategien in langfristiger Perspektive“ werden die grundlegenden Fakten zur Analyse raum-zeitlicher Strukturen des Klimawandels im Kontext von Risikobewertung und Anpassungsmaßnahmen unter Einbeziehung der historischen Perspektive behandelt. Ausgehend von.... pdf

Foto: Nachhaltiges und hitzeangepasstes ENR2 BUILDING auf dem Campus der Universität von Arizona. Das Gebäude ist einem natürlichen Canyon nachempfunden und nutzt u.a. die Abschattung zur Kühlung aus. | Bildquelle: Rüdiger Glaser