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Projekte und Forschungsvorhaben


  • Namibia: Rekonstruktion von Klima- und Umweltbedingungen im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, im Zeitraum von 1884 -1918
    Projektleitung
    Schützenmeister L, Glaser R
    Laufzeit
    07.07.2020 bis 31.12.2025
    Beschreibung
    In dem Projektvorhaben werden die Umwelt- und Klimabedingungen im ehemaligen Kolonialgebiet Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, für den Zeitraum 1884-1918 rekonstruiert. Grundlage bilden Chroniken, Annalen, Kalendarien, Diarien und Tagebücher. Des Weiteren werden Sekundärquellen wie Zeitungsberichte (Deutsche Kolonialzeitung) Magazine (Petermanns Geographische Mitteilungen), wissenschaftliche und landeskundliche Untersuchungen und Beschreibungen sowie Missionsarchive ausgewertet, ebenso Quellen des Namibianische Nationalarchivs. Die Auswertung des Materials erfolgt zunächst nach Verfahren der Historischen Klimatologie. Zum einen sollen damit die Besonderheiten der Klima- und Umweltentwicklung für diesen Zeitraum analysiert, zum anderen der Kontext zur aktuellen Klimawandeldebatte hergestellt werden. Des Weiteren sollen die umwelt-klimatischen Aspekte des Herero- und Namaaufstandes 1904, der im Kontext zu der Dürreperiode im Jahr 1897 steht, analysiert werden. Eine Kooperation mit der Universität in Windhoek wird angestrebt, um im Sinne von „area studies“ möglichst umfassende Perspektiven abzubilden. Daten und Erkenntnisse werden über die virtuelle Forschungsumgebung tambora.org langfristig gesichert und zugänglich gemacht.
    Ansprechpartner
    Glaser R
    Email: ruediger.glaser@geographie.uni-freiburg.de
  • Konzeption eines Biosphärenklassenzimmers für die Grundschule im Kleinen Wiesental
    Projektleitung
    Glaser R, Nethe M
    Laufzeit
    01.07.2019 bis 31.12.2020
    Beschreibung
    Das Biosphärengebiet Schwarzwald wurde eingerichtet, um einerseits die besondere Landschaft durch die traditionelle Wirtschaftsweise im Schwarzwald zu erhalten und andererseits diese Region nachhaltig und zukunftsträchtig zu fördern. In der Biosphärengebietsgemeinde Kleines Wiesental soll ein Biosphärenklassenzimmer in Form einer Modellausstellung entstehen, um Kinder im Grundschulalter schon früh an die Thematik heranzuführen. So sollen zum einen die besondere Vergangenheit und Gegenwart des Kleinen Wiesentals vermittelt werden und sie sollen gleichzeitig zu mündigen Bürger*innen geschult werden. Die Arbeitsgruppe entwickelt die Konzeption dazu mit wissenschaftlicher Begleitung mit dem bewährten Partizipationsansatz Heritage Interpretation.
    Finanzierung
    Biosphärengebiet Schwarzwald, Verein der Freunde und Förderer der Nachbarschaftsschule Kleines Wiesental.
  • Konzeption einer Dauerausstellung für den Infopoint im Kandelbergland
    Projektleitung
    Glaser R, Nethe M
    Laufzeit
    01.01.2019 bis 31.12.2020
    Beschreibung
    In den Jahren 2008 bis 2011 wurde von Arbeitsgruppe Heritage Interpretation im Kandelbergland ein umfangreiches touristisches Angebot geschaffen und erfolgreich evaluiert. Da viele Besucher erst vor Ort auf den „Interpretationsraum Kandelbergland“ mit seinen vielfältigen Möglichkeiten aufmerksam werden, soll mit einem Infopoint und einer Ausstellung über das Angebot Abhilfe geschaffen werden. Das von dem Landratsamt Emmendingen geförderte Projekt ist eine wissenschaftliche Begleitung und Konzeptionierung einer Dauerausstellung samt baulicher, technischer und inhaltlicher Gestaltung des Gebäudes. Wie in den vorausgegangenen Projekten der Arbeitsgruppe liegt die inhaltlich-didaktische Methode Heritage Interpretation zugrunde.
    Ansprechpartner
    Nethe M
    Tel.: 203 9129
    Email: monika.nethe@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    Landratsamt Emmendingen
  • Geomorphologische und Hydrologische Implikationen von Permafrostdegradation (GeoHype)
    Projektleitung
    Blöthe J, Kraushaar S
    Laufzeit
    01.06.2018 bis 01.06.2020
    Beschreibung
    Die Hochgebirge der Erde sind gegenüber aktuellen klimatischen Veränderungen besonders sensitiv. Mit dem fortschreitenden Rückgang der Alpengletscher gewinnen andere Wasserspeicher zukünftig an Bedeutung, so auch der alpine Permafrost. Projektionen gehen davon aus, dass das Speichervolumen des alpinen Permafrostes im Laufe des 21. Jahrhunderts das Eisvolumen der Gletscher übersteigen wird. Dabei ist es weitgehend unbekannt, wie viel Eis tatsächlich im alpinen Permafrost gespeichert ist und wie sehr die steigenden Temperaturen heute schon zum Schmelzen des Permafrosts beitragen. Das Ziel dieses Forschungsprojektes ist es daher, den Anteil des sommerlichen Abflusses in einem kleinen Einzugsgebiet in den Alpen zu quantifizieren, der durch Permafrostschmelze beigetragen wird. Um dieses Ziel zu erreichen kombinieren wir Geoelektrische Widerstandsmessungen auf dem Kaiserbergblockgletscher in den Ötztaler Alpen mit einer Isotopenanalyse und Messungen von zwei hydrologischen Stationen im Einzugsgebiet.
    Finanzierung
    Dr. Hohmann Förderung der Gesellschaft für Erdkunde zu Köln; Hanna Bremer Stiftung
    Publikationen
    Originalarbeiten in wissenschaftlichen Fachzeitschriften
  • Suspensionsfracht in Deutschen Wasserstraßen
    Projektleitung
    Hoffmann Th, Blöthe J
    Laufzeit
    seit 01.10.2017 (unbegrenzt)
    Beschreibung
    In Suspension transportierte Partikel dominieren den Sedimentfluss der größten Flusssysteme der Erde und stellen gleichzeitig ein wichtiges Transportmedium für Kontaminanten dar. Im Zuge der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, die auf eine guten ökologischen und chemischen Zustand der Gewässer abzielt, kommt dem Verständnis der Dynamik von Suspensionsfracht somit eine entscheidende Bedeutung zu. Dabei sind die Quellen und Senken von Suspensionsfracht raum-zeitlich sehr variabel, was zu großen saisonalen und regionalen Unterschieden in der Schwebfracht führt. In diesem Projekt möchten wir das Zusammenspiel von Sedimentquellen, den Transportmechanismen und der Ablagerung von Schwebfracht in großen Flüssen der Deutschen Mittelgebirgs- und Tieflandsregionen genauer untersuchen. In einer ersten Studie untersuchen wir den Einfluss von organischen Schwebstoffen auf die Gesamtkonzentration und zeigen, wie sprunghafte Änderungen in der Skalierung von Suspensionsfracht und Abfluss mit dem organischen Schwebstoffanteil zusammenhängen.
    Ansprechpartner
    Hoffmann Th
    Publikationen
    Originalarbeiten in wissenschaftlichen Fachzeitschriften
    • Hoffmann T O, Baulig Y, Fischer H, Blöthe J H: Scale-breaks of suspended sediment rating in large rivers in Germany induced by organic matter Earth Surface Dynamics, 2020: https://doi.org/10.5194/esurf-2020-3
  • Konzeption einer zeitgemäßen Öffentlichkeitsarbeit und inhaltlichen Besucherlenkung durch das forstliche Versuchsgelände Liliental
    Projektleitung
    Glaser R, Nethe M, Chatel A
    Laufzeit
    01.01.2017 bis 31.03.2019
    Beschreibung
    Das Liliental (Kaiserstuhl/Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) zeichnet sich durch einmalige naturräumliche Gegebenheiten und eine spannende Geschichte aus. Seit der Einrichtung als forstliches Versuchsgelände vor 60 Jahren hat sich durch die besondere Art der Bewirtschaftung als Versuchsfläche und Samenplantage eine einzigartige Erholungslandschaft mit großer Biodiversität herausgebildet. Diese Voraussetzungen führen dazu, dass viele Besucher das Liliental frequentieren. Das Besucherprofil ist heterogen, Freizeitbelange stehen Expertengruppen gegenüber. Jedoch führen die verschiedenen Nutzungsansprüche (Freizeit, Forschung, Waldwirtschaft, Naturschutz) immer wieder zu Konflikten. Ziel der Konzeption ist über den Kommunikationsansatz Heritage Interpretation besuchergerecht den jeweiligen Zielgruppen die Nutzungen und Besonderheiten des Lilientals zu vermitteln sowie das Alleinstellungsmerkmal Liliental heraus zu arbeiten. Projektpartner sind die Forstliche Versuchsanstalt (www.fva-bw.de) und ForstBW (www.forstbw.de).
    Ansprechpartner
    Nethe M, Chatel A
    Email: monika.nethe@geographie.uni-freiburg.de, anna.chatel@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    Sonderinvestionsmittel Öffentlichkeitsarbeit des Landesbetriebs Forst Baden-Württemberg
  • HIMIS: Heritage Interpretation for Migrant Inclusion in Schools
    Projektleitung
    Glaser R, Lehnes P
    Laufzeit
    01.09.2016 bis 31.08.2018
    Beschreibung
    HIMIS (Heritage Interpretation for Migrant Inclusion in Schools) entwickelt neue Ansätze, um junge Menschen mit Migrationshintergrund bei der Integration in ihre Schulen und ihr lokales Umfeld zu unterstützen. Es richtet sich auch an Schüler aus alteingesessenen Familien, von deren Offenheit es abhängt, ob Integration gelingt. Unter Anleitung von Lehrern sollen gemischte Schülergruppen lokale Erinnerungsorte und historische Gebäude oder Traditionen interpretieren. Indem sie ihre Umgebung besser kennen lernen, sollen die Schüler ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer Gemeinde entwickeln und die Ortsgeschichte besser verstehen. Experten der Uni Freiburg entwickeln gemeinsam mit britischen Kollegen sowie Lehrern von vier Pilotschulen neue Methoden zur Interpretation des kulturellen und geschichtlichen Erbes im schulischen Kontext. Die Lehrkräfte sollen anschließend Schülerprojekte an vier Schulen in Italien, Griechenland, Polen und Deutschland durchführen. Dabei entwickeln die Schüler Führungen oder Themenpfade zu historischen Stätten und Denkmalen an ihrem Ort. Die Rahmenthemen werden so gewählt, dass sich die Schüler dabei auch mit den geschichtlichen Wurzeln grundlegender gesellschaftlicher Werte wie Toleranz, Nichtdiskriminierung, Glaubens- und Meinungsfreiheit auseinander setzen.
    Ansprechpartner
    Lehnes P
    Email: patrick.lehnes@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    Europäische Union:+ Erasmus+ Strategische Partnerschaft
  • Entstehungsgeschichte „übergroßer“ Fächersysteme im Oberen Rhonetal (Schweiz)
    Projektleitung
    Schrott L, Blöthe J
    Laufzeit
    01.08.2016 bis 01.08.2018
    Beschreibung
    Im Oberen Rhonetal in den Schweizer Alpen liegen drei „übergroße“ Fächersysteme (Größe ~1 km2), die aus relativ kleinen Einzugsgebieten (Größe ~1 km2) gespeist werden in enger Nachbarschaft. Es ist weitestgehend ungeklärt, ob diese „übergroßen“ Fächersysteme, sogenannte outsize-fans, deren Fächeroberfläche im Verhältnis zum Einzugsgebiet sehr groß ist, durch eine große Zahl kleinerer Ereignisse oder durch katastrophale Prozesse großer Magnitude geformt werden. Im Oberen Rhonetal gehen wir in diesem Projekt mit verschiedenen Methoden der Entstehungsgeschichte dieser Fächer auf den Grund. Mittels geophysikalischer Messungen versuchen wir die interne Struktur der Ablagerungen zu „durchleuchten“, zudem nutzen wir hochauflösende digitale Geländemodelle, um die Morphologie der Fächer und der Einzugsgebiete zu analysieren. Des Weiteren nutzen wir Altersdatierung mittels der Häufigkeit von in-situ produzierten kosmogenen Radionukliden, um die Oberfläche der heute inaktiven Fächersysteme zu datieren. Gerade in den europäischen Alpen, in denen die Talflanken sich noch immer an die postglazialen Bedingungen anpassen, tragen unsere Ergebnisse zum Prozessverständnis alpiner Naturgefahren bei
  • Challenges of Reservoir Management (CHARM)
    Projektleitung
    Glaser R
    Laufzeit
    01.01.2016 bis 31.12.2020
    Beschreibung
    Weltweit dienen Reservoire essentiellen Zwecken wie der Wasser- und Energieversorgung, dem Hochwasserrückhalt, der Schiffbarmachung der Gewässer und – nicht zuletzt – der Naherholung und dem Tourismus. In Zukunft wird die Bedeutung dieser künstlich angelegten Wasserkörper durch die erwarteten Veränderungen im Zuge des Klimawandels und der demographische Entwicklung weltweit ansteigen. Allerdings führen Dammbauten immer wieder zu Nutzungskonflikten und entsprechenden gesellschaftlichen Spannungen zwischen unterschiedlichen Interessengruppen, da sie mit intensiven Eingriffen in die Landschaft einhergehen. Diese umfassen sowohl ökologische als auch ökonomische, soziale und infrastrukturelle Aspekte. Besondere und neue Herausforderungen sind die mit Schad- und Nährstoffen sowie organischem Material belasteten Sedimentakkumulationen innerhalb der Reservoire, die zu toxischen Blaualgenblüten und zur Produktion klimawirksamer Treibhausgase führen können. Die Sedimentablagerungen beeinträchtigen zudem allein durch ihre Quantität die Funktion und den Betrieb der Anlagen. Für eine nachhaltige, konsensfähige Speicherbewirtschaftung, in der auch diese neuen Entwicklungen und Änderungen Berücksichtigung finden, ist die Ausarbeitung eines integrierten, vernetzten Managementkonzeptes, das eine möglichst umfassende Analyse der relevanten Faktoren vorsieht, von große Bedeutung. Das Vorhaben CHARM wird im Rahmen der Wassernetzwerkinitiative Baden-Württemberg vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert. Beteiligt sind an diesem Projekt die Physische Geographie der Universität Freiburg, das Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung der Universität Stuttgart sowie das Limnologische Institut der Universität Konstanz. Am Lehrstuhl für Physische Geographie der Universität Freiburg werden die gesellschaftlichen Implikationen und Konflikte von Reservoiren an regionalen Fallbeispielen analysiert, um damit Beiträge zu einem integrierten, vernetzten Managementkonzept zu liefern. Die transdisziplinäre Kooperation der Projektpartner ist notwendig, um einen integrativen, holistischen Analyseahmen gewährleiten zu können.
    Ansprechpartner
    Koberger K, Daus M
    Email: katharina.stork@geographie.uni-freiburg.de, milan.daus@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
    Publikationen
    Vorträge
    • Glaser R, Daus M, Koberger K: Understanding Reservoirs - Managing Reservoirs Sustainably. 08.10. 2018 (Symposium Wassernetzwerk Baden-Württemberg in Stuttgart)
  • Clim`Ability-Klimaanpassungsstrategien für Unternehmen in der Region Oberrhein 01.01.2016-31.12.2018 Anschlussprojekt: Clim`Ability Design(CAD) 01.09.2019-31.08.2022
    Projektleitung
    Glaser R
    Laufzeit
    01.01.2016 bis 31.08.2022
    Beschreibung
    Der globale Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, denn er wird als langfristiges und schleichend fortschreitendes Phänomen nach wie vor in seinen regionalen Auswirkungen unterschätzt. Auch Unternehmen haben nur selten eine klare Vorstellung davon, inwieweit sie von Klimarisiken betroffen sind und welche Maßnahmen zur verbesserten Anpassung vonnöten sind. Für die Oberrheinregion lässt sich eine gleichermaßen hohe wie auch komplexe Anfälligkeit der dort aktiven Unternehmen feststellen. Ziel des Projektes ist es daher, maßgeschneiderte Evaluationsmethoden und Anpassungsstrategien für die Unternehmen des Oberrheingebietes zu entwickeln. Die besondere Herausforderung dieses Vorhabens liegt dabei in der transnationalen Komponente im Dreiländereck Frankreich, Deutschland und der Schweiz: Sowohl die Wahrnehmung von Risiken als auch die Herangehensweise zur Risikobewältigung unterliegt in jedem der drei Länder besonderen politischen, institutionellen, historischen und kulturellen Gegebenheiten. Die in diesem Projekt verfolgten Ziele sind im Einzelnen: (1) Bewertung und Visualisierung der Vulnerabilität ausgewählter Branchen und Regionen in der Metropolregion Oberrhein (2) Konzeption von online-Tools, die den Unternehmen der Region eine Selbstdiagnose ihrer spezifischen Vulnerabilität ermöglichen (3) Auf Klimarisiken ausgerichtete Handlungsempfehlungen als Ausgangspunkt für individuelle Anpassungsstrategien (4) Verstetigung eines Expertennetzwerkes zum Klimawandel am Oberrhein (5) Aufbau einer kollaborativen Forschungsumgebung als zentrale Daten – und Informationsplattform Das Projekt baut auf dem französischen Vorgängerprojekt SECIF auf, das von der Agence Nationale de la Recherche (ANR) gefördert wurde und im Dezember 2014 auslief. Es soll als Einstieg in eine nachhaltige wirtschaftliche Klimaanpassungsstrategie dienen, die für andere Wirtschaftsbereiche und Regionen als Vorbild dienen kann. In der zweiten Projektphase, die unter dem Namen Clim‘Ability Design (CAD) firmiert, wird der Schwerpunkt auf den Aufbau von Klimaanpassungskapazitäten regionaler Unternehmen gelegt. Die wichtigsten Ziele dabei sind: (1) Monitoring von klimatischen Belastungssituationen in ausgewählten Pilot-Unternehmen und Entwicklung eines individualisierten und lernfähigen Warnsystems (2) Evaluation und Weiterentwicklung der in Phase 1 aufgesetzten Tools zur Selbstdiagnose der Klimavulnerabilität (3) Aufbau einer regionalen Best-Practice-Datenbank zur Klimaanpassung (4) Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen für KMU verschiedener Branchen (5) Identifikation geeigneter Kommunikationsformen von Klimarisiken und Anpassungsmaßnahmen. Der sowohl quantitative als auch qualitative Methoden umfassende Ansatz der ersten Projektphase wird fortgeführt und um neue Elemente wie eine umweltmeteorologische Messkampagne und Dialogforen zur gemeinsamen Entwicklung von Anpassungskapazitäten erweitert.
    Ansprechpartner
    Scholze N
    Tel.: +49-761-203-9127
    Email: nicolas.scholze@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    EU-INTERREG V, EU-INTERREG V
    Publikationen
    Originalarbeiten in wissenschaftlichen Fachzeitschriften
    • Scholze N, Riach N, Glaser R: Assessing Climate Change in the Trinational Upper Rhine Region: How Can We Operationalize Vulnerability Using an Indicator-Based, Meso-Scale Approach? Sustainability, 2020; 12 (6323) : 1-21: https://doi.org/10.3390/su12166323
    • Scholze N, Glaser R, Roy S: Klimavulnerabilität von Unternehmen in der Metropolregion Oberrhein und ihre Visualisierung anhand von Wirkpfaden. revue d`Allemagne et des pays de langue allemande, 2018; 50 (2) : 325-335
    Vorträge
    • Scholze N, Daus M, Glaser R: Le tourisme de neige en Forêt Noire: conséquences du changement climatique et stratégies d’adaptation 29.03. 2018 (Atelier de développement: Changement climatique: Quels futurs pour l’enneigement du massif des Vosges? Colmar)
    • Scholze N, Glaser R, Kahle M: Clim’Ability – Klimaanpassungsstrategien für Unternehmen in der Metropolregion Oberrhein 2016 (35. Jahrestagung des Arbeitskreis Klima)
  • Drought impacts, processes and resilience: making the invisible visible (DRIeR)
    Projektleitung
    Glaser R
    Laufzeit
    01.01.2016 bis 31.12.2020
    Beschreibung
    Die Physische Geographie ist mit einem Teilprojekt am interdisziplinären Forschernetzwerk DRIeR („Drought impacts, processes and resilience: making the invisible visible“) beteiligt. Das Konsortium besteht aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Freiburg (Hydrologie, Geographie, Waldbau, Forst- und Umweltpolitik), Heidelberg (Geographie, Rechtswissenschaften) und Tübingen (Vegetationsökologie) und wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Rahmen Förderprogramms „Wasserforschung Baden-Württemberg“ in den nächsten fünf Jahren finanziert. In dem Vorhaben DRIeR werden die vielfältigen Wirkungseinflüsse von extremer Trockenheit und Dürre in Baden Württemberg analysiert und insbesondere die Folgen für die Gesellschaft und für die verschiedenen Akteure sichtbar gemacht. Dafür entwickelt das DRIeR-Netzwerk eine nachhaltige IT-basierte Plattform für die interne Kommunikation, aber auch für die Wissensvermittlung an die Öffentlichkeit und Träger öffentlicher Belange. Konkrete Forschungsfragen und Arbeitsbereiche sind: • Indikatoren und Wirkungsberichte zur Risikomodellierung • Klimarekonstruktion mittels historischer Quellen und dendrochronologischer Analysen • Trocknungsexperimente zur Erforschung von Resistenz und Resilienz von Pflanzen • Hydrologische Modellierung zur Simulation der Wasserverfügbarkeit bei verschiedenen Klima-und Landnutzungsszenarien • Rechtliche sowie wasser- und umweltpolitische Rahmenbedingungen –vergleichende Analyse Ziel ist es schließlich Konzepte für eine gesellschaftliche Resilienz gegen Trockenheit und Dürre aufzuzeigen und Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln. Die Physische Geographie Freiburg widmet sich insbesondere der Klimarekonstruktion der Dürre und Trockenheitsereignisse für eine bessere Gefahrenabschätzung im Rahmen der Risikobewertung. Des Weiteren wird sie an Fragen der IT-basierten Wissens- und Kommunikationsplattform mitwirken.
    Ansprechpartner
    Erfurt M
    Email: mathilde.erfurt@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
    Publikationen
    Originalarbeiten in wissenschaftlichen Fachzeitschriften
    Vorträge
    • Erfurt M, Skiadaresis G, Blauhut V, Tijdeman E: A Drought Catalogue for Baden-Württemberg, 2019 (Science Workshop Hydrology, Aitern 11.02.2019)
    • Glaser R, Erfurt M, Himmelsbach I, Bösmeier A, Kahle M: Drought reconstructions, impacts, processes and resilience since 1500 for the German Southwest, 2017 (Adaptation and Resilience to Droughts – Historical Perspectives in Europe and Beyond. University of Strasbourg (France), 1-2.6.2017)
  • Regionale Verteilung, Eisgehalt und hydrologische Signifikanz von Blockgletschern in den zentralen Anden Argentiniens
    Projektleitung
    Schrott L, Blöthe J
    Laufzeit
    01.01.2015 bis 01.01.2019
    Beschreibung
    Blockgletscher sind die prägende periglaziale Landform in den Zentralanden. Im Permafrostkörper und in den saisonal gefrorenen Auftauschichten speichern Blockgletscher potentiell große Wasssermengen. Im Gegensatz zu Eisgletschern ist bisher ungeklärt, wie die Veränderungen dieser Wasserspeicher die Hydrologie der Einzugsgebiete beeinflussen. Die große flächenhafte Verbreitung von Blockgletschern in den semiariden Anden, hat eine kontroverse wissenschaftliche Debatte über die hydrologische Bedeutung von Blockgletschern ausgelöst. Daher sind lokale Studien über die Wasserspeicherkapazität von Blockgletschern dringend notwendig. Die Anden von Argentinien zwischen 30 und 33°S sind in besonderer Weise geeignet, diese Forschungslücke zu bearbeiten, da erstens das Untersuchungsgebiet wahrscheinlich die höchste Blockgletscherkonzentration der Welt aufweist, zweitens die regionale Landwirtschaft unmittelbar vom Schmelzwasser abhängig ist, und drittens die Untersuchungsgebiete mit den Blockgletschern „Morenas Coloradas“ und „Dos Lenguas“ gut zugänglich sind und Gegenstand vorheriger Permafrostforschung waren. Die Hauptziele des Forschungsprojektes sind: (i) die klimatischen, topographischen und lithologischen Kontrollfaktoren der räumlichen Verbreitung von Blockgletschern in den Anden Argentiniens zwischen 30 und 33 °S zu ermitteln; (ii) das in den Sedimenten der Auftauschicht saisonal gespeicherte und freigesetzte Wasseräquivalent zu quantifizieren; und (iii) die Wasserspeicherkapazität von Blockgletscher-Permafrost im gesamten Untersuchungsgebiet quantitativ abzuschätzen und zu bewerten. Hierzu werden wir geophysikalische Feldmethoden (Geoelektrik, Refraktionsseismik, Georadar) in Kombination mit dem Vier-Phasen-Modell anwenden, um den Eisgehalt der Auftauschicht und der Permafrostkörper in den Blockgletschern „Morenas Coloradas“ und „Dos Lenguas“ zu bestimmen. Ergänzt werden diese Vorhaben durch Aufnahmen zu Sedimenteigenschaften, thermisches oberflächennahes Temperaturmonitoring und geomorphologische Kartierungen. Zudem wird mittels Fernerkundung ein regionales Blockgletscherinventar erstellt und geostatistisch analysiert. Die Verknüpfung des Inventars mit empirischen Geländedaten dient zur Abschätzung der gesamten Wasserspeicherkapazitäten von Blockgletschern. Diese Studie wird quantitative Aussagen zur hydrologischen Signifikanz von andinen Blockgletschern ermöglichen.
    Finanzierung
    Deutsche Forschungsgemeinschaft
    Publikationen
    Originalarbeiten in wissenschaftlichen Fachzeitschriften
    • Halla C, Blöthe J H, Trombotto D, Schrott L: Permafrost in Argentiniens Anden - eine bedeutende hydrologische Ressource Geographische Rundschau, 2018; 70: 36-40
  • Atlas of Caravan Tracks and Caravan Trade in Libya
    Projektleitung
    Braun K, Passon J
    Laufzeit
    01.01.2006 bis 31.12.2019
    Beschreibung
    Die im Rahmen eines DAAD Austauschs mit Libyen auf zahlreichen Explorationsfahrten durch die Sahara sowie durch Recherche in Archiven und Befragungen vor Ort gewonnenen Ergebnisse in Bezug auf Karawanenwege und -handel in Libyen werden in Form von Karten, Texten und Bildmaterialien aufbereitet und als Atlas in englischer Sprache herausgegeben.
    Ansprechpartner
    Dr. Klaus Braun
    Tel.: ++49 761 203 9223
    Email: klaus.braun@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    Libyan Studies Center (Tripoli, Libya), DAAD, Auswärtiges Amt
  • Klimaschutz und Klimavulnerabilität
    Projektleitung
    Glaser R
    Laufzeit
    seit 01.01.2006 (unbegrenzt)
    Beschreibung
    In laufenden Forschungsarbeiten werden inhaltliche Fragen und methodische Weiterentwicklungen aufgegriffen, um Aspekte des Klimaschutzes und der Klimavulnerabilität zu untersuchen. Neben der Frage geeigneter Methodenwerkzeuge, u.a. Geographische Informationssysteme, CRE kollaborativen Forschungsumgebungen, Netzwerkanalyse, Haushaltsbefragungen, Öffentlichkeitsarbeit widmet sich die Arbeitsgruppe der Ableitung von Indikatorensystemen. Besondere Beachtung finden auch transnationale Vergleiche bzw. Analysen. Bisherige Arbeiten bezogen sich regional auf Deutschland, die EU-Staaten, Nord- und Lateinamerika. Zusammen mit anderen Forschungseinrichtungen und Institutionen werden realitätsnahe und operationalisierbare Verfahren entwickelt. Bisherige Kontakte umfassen u.a. mehrere deutsche Kommunen und Stadtwerke, das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme Freiburg, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, das Politikwissenschaftliche Institut der Universität Göteborg, Greater Vancouver Regional District in Burnaby, Puget Sound Clean Air Agency in Seattle. Publikationen: Bayer, Franziska (2013): Das CO2-Minderungspotential in der Alltagsmobilität der Gemeinde Todtnau. Freiburg. Bernhörster, Julian (2008): Klimaschutz und die Möglichkeiten individueller Beteiligung. Freiburg. Fitz, Sven (2009): GIS-gestützte Analyse der Energieeinspar- und Klimaschutzpotentiale der Gebäudetypologie der Stadt Freiburg i. Br. Freiburg. Hettich, Susanne (2011): Potenzialanalyse der Energieeffizienz am Beispiel der ländlichen Gemeinde Schonach. Freiburg. Höfer, René (2013): Remote sensing based derivation of urban structure types to assess hydro-meteorological impacts in highly dynamic urban agglomerations in Latin America. Diss. Schrift, im Druck Roth, Cerstin (2008): Die Luftqualität Cascadias in ihrem naturwissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Kontext. Eine politisch-ökologische Betrachtung. Betreut von Rüdiger Glaser. Freiburg. Albert-Ludwigs-Universität, Institut für Physische Geographie. Online verfügbar unter http://www. freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5854/pdf/00_Komplette_Dissertation_DRUCKVERSION_Sept._2008 _1.pdf, zuletzt geprüft am 30.9.2013. Schlücker, Annika (2011): Untersuchungen zum Energiesparpotenzial im Gebäudebestand der Gemeinde Schonach. Freiburg. Schmitt, Frederik (2012): Potentialanalyse zur Nutzung von Solarenergie in der Gemeinde Schonach im Schwarzwald – Bachelorarbeit. Freiburg. Sennekamp, Fabian (2009): Kommunaler Klimaschutz im Bereich erneuerbarer Energien. Eine GIS - gestützte Analyse am Beispiel der Stadt Konstanz. Freiburg.
    Ansprechpartner
    Prof. Dr. Rüdiger Glaser
    Tel.: 0761/203-3527
    Email: ruediger.glaser@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    EU, Helmholtz-Gesellschaft
    Publikationen
    Buchbeiträge
    • Sennekamp F, Glaser R, Volz K R: Europas Geodimensionen - der "Küstenkontinent" oder das "nach Westen ausfransende Asien". Klimaschutz auf europäischer Ebene. In: Gebhardt H, Glaser R, Lentz S (Hrsg): Europa - Eine Geographie Springer Spektrum, 2012; 60-65
    • Sennekamp F, Glaser R: Klimaschutz. In: Gebhardt, H., Glaser, R., Radtke, U. & Reuber, P. (Hrsg): Geographie - Physische Geographie und Humangeographie Spektrum, 2011; 332-340
    Vorträge
    • Sennekamp F: Progress in local climate change mitigation. An actor-based approach 2012 (24th International Climate Policy Ph.D. Workshop 03-04 May 2012)
    • Sennekamp F, Glaser R: Success factors in local climate change mitigation. The case of Freiburg (Germany) 2012 (32nd International Geographical Congress Cologne, 26-30 August 2012)
  • Hisklid: Historische Klimadatenbank
    Projektleitung
    Glaser R
    Laufzeit
    seit 01.01.1997 (unbegrenzt)
    Beschreibung
    Seit Anfang der 1980er Jahre beschäftigt sich die Arbeitsgruppe mit Fragen der Historischen Klimatologie in Mitteleuropa. Unter "historisch" wird dabei der Zeitraum vor Beginn der amtlichen und standardisierten Instrumentenmessung verstanden, soweit vom Mensch verfasste Aufzeichnungen vorliegen. Die Fülle der ausgearbeiteten Quellentexte wurde in der Datenbank HISKLID zusammengefasst. Wesentlicher Bestandteil dieser Datenbank sind deskriptive Wetteraufzeichnungen, Hinweise auf Witterungsextreme, Wettertagebuchaufzeichnungen, aber auch sogenannte Proxydaten, wie Hinweise auf Erntetermine, Vereisungen von Flüssen und Meeresbereichen, Hochwassermarken oder Baumringweiten. Ergänzt werden diese Datentypen durch frühe Instrumentenmeßdaten. Aussagekräftige Datensätze liegen derzeit bis zum Jahr 1000 rückreichend vor. In vielen Fällen sind auch Hinweise auf die Klimafolgen in den Quellen enthalten.
    Ansprechpartner
    Dr. Klaus Braun
    Tel.: +49-(0)761-203-9223
    Email: klaus.braun@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    Paläoklimaprogramm (BMFT), Universitätsbund der Universität Würzburg, BayFORKLIM (Bayrisches Forschungsklimaprogramm), Deutsche Forschungsgemeinschaft
    Publikationen
    Originalarbeiten in wissenschaftlichen Fachzeitschriften
    • Glaser R, Riemann D: A thousand-year record of temperature variations for Germany and Central Europe based on documentary data J Quaternary Sci, 2009; 24 (5) : 437-449