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Projekte und Forschungsvorhaben


  • Forschungskolleg "Neues Reisen - Neue Medien"
    Projektleitung
    Korte B, Tauschek M, Holdenried M, Freytag T
    Laufzeit
    01.01.2018 bis 31.12.2022
    Beschreibung
    Am Forschungskolleg „Neues Reisen – Neue Medien. Zirkulationen zeitgenössischer Reiseerfahrung zwischen Praxis und Repräsentation“ sind die Disziplinen Anglistik, Germanistik, Humangeographie und Kulturanthropologie bzw. Europäische Ethnologie sowie eine Reihe von Praxispartnern beteiligt. Das Kolleg untersucht die Zirkulationen und Interdependenzen von Praxis, Erfahrung und Repräsentation in heute aktuellen Formen des Reisens und seiner medialen Vermittlung. Eine Besonderheit des Kollegs ist die enge Verzahnung von Promotionsprojekten und beruflicher Praxis.
    Ansprechpartner
    Prof. Dr. Tim Freytag
    Tel.: +49(0)761 203-8970
    Email: tim.freytag@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    VolkswagenStiftung
  • Politische und soziale Transformationen der städtischen Nacht
    Projektleitung
    Freytag T
    Laufzeit
    01.01.2018 bis 31.12.2019
    Beschreibung
    Während der vergangenen Jahrzehnte haben gesellschaftliche und politische Veränderungen den Status der „Nacht in der Stadt“ in den meisten Ländern Europas tiefgreifend verändert. Die fortschreitende „Vernächtlichung“ einer wachsenden Zahl von gesellschaftlichen Praktiken und wirtschaftlichen Aktivitäten hat einen Wandel der Nacht von einer toten Zeit hin zu einem wirtschaftlich produktiven und gesellschaftlich interessanten Zeit-Raum bewirkt. Die Ausweitung der nächtlichen Freizeit- und Vergnügungsaktivitäten in den Städten ist mit gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen, planerischen und wissenschaftlichen Fragen und Herausforderungen verbunden, die im Rahmen des beantragten Projekts am Beispiel der mittelgroßen Städte Freiburg und Montpellier behandelt werden sollen. Darüber hinaus soll das Projekt den wissenschaftlichen Austausch unter Einbezug von Post-Docs, Doktorand*innen und Master-Studierenden fördern und den Aufbau eines europäischen Forschungsnetzwerk ermöglichen. In einer Verbindung von raumbezogenen, gesellschaftlichen und institutionellen Perspektiven verfolgt dieses Projekt zwei Ziele. Erstens geht es um ein besseres Verständnis der Prozesse und Besonderheiten, die charakteristisch sind für die Entwicklung des Nachtlebens in einem raumbezogenen Kontext, der bisher nur wenig Beachtung gefunden hat. Zweitens soll bewertet werden, wie die lokalen Behörden auf diese Veränderungen reagieren, indem die Maßnahmen und öffentlichen Politiken untersucht werden, die zum Ziel haben, den neuen Bedürfnissen und Problemen zu begegnen, die durch diese Veränderungen hervorgerufen wurden. Diese Fragestellungen sind offensichtlich in theoretische Zusammenhänge eingebettet, aber für ihre Beantwortung ist es erforderlich, sie im Rahmen einer konsequenten empirischen Analyse zu untersuchen und dabei einen komparativen Ansatz zu verfolgen. In Deutschland dient die Stadt Freiburg als Untersuchungsstandort, während die Forschungsarbeiten in Frankreich in der Stadt Montpellier durchgeführt werden. Es handelt sich um zwei mittelgroße Universitätsstädte, die durch das Vorhandensein eines bedeutenden Nachtlebens geprägt sind. Zur Untersuchung dieser beiden Standorte werden qualitative und quantitative Methoden eingesetzt. Die Projektpartner führen einen Teil der empirischen Forschungsarbeiten gemeinsam durch. Sie ergänzen sich hinsichtlich ihrer fachlichen und methodischen Kenntnisse und werden sich im Projektverlauf regelmäßig austauschen und Workshops sowie eine internationale Konferenz ausrichten. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit werden nicht nur durch wissenschaftliche Publikationen und Vorträge verbreitet, sondern auch mittels Zwischen- und Abschlussberichten sowie Zusammenfassungen den lokalen Akteuren zugänglich gemacht. Die Projektpartner verbindet ein langjähriges Forschungsinteresse an der Transformation europäischer Städte. Das Projekt bietet neben dem wissenschaftlichen Erkenntnisinteresse auch geeignete Möglichkeiten zur praktischen Verwertung der Forschungsergebnisse. Denn die lokalen Akteure erhalten durch die Bereitstellung der Forschungsergebnisse ein besseres Verständnis der aktuellen Transformations­prozesse der nächtlichen Urbanität. Weiterhin erhalten sie Anregungen und Unterstützung für die Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur Begleitung der Aushandlung und Governance städtischer Räume.
    Ansprechpartner
    Freytag T
    Tel.: +49(0)761 203-8970
    Email: tim.freytag@geographie,uni-freiburg.de
    Finanzierung
    Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
  • Erlebte Orte und Momente der Muße im europäischen Städtetourismus der Gegenwart (Teilprojekt P1 im SFB 1015)
    Projektleitung
    Freytag T
    Laufzeit
    01.01.2017 bis 31.12.2020
    Beschreibung
    Das Projekt wird im Rahmen des Sonderforschungsbereichs „Muße. Grenzen, Raumzeitlichkeit, Praktiken“ durchgeführt. Es hat zum Ziel, verschiedene Ausprägungen von Muße im Kontext des Städtetourismus zu fassen und als urbanes Phänomen zu reflektieren. Für eine Auswahl von drei führenden städtetouristischen Destinationen in Europa (Barcelona, Florenz und Paris) wird zunächst ein aus neun deutschsprachigen Reiseführern bestehendes Textkorpus konzipiert und inhalts- und diskursanalytisch ausgewertet. Darauf aufbauend und unter Einbezug von Travel-Blogs und tourismusstatistischen Sekundärdaten werden in den drei Städten (jeweils 20-30) halbstrukturierte Leitfadeninterviews mit deutschsprachigen Reisenden und andere empirische Erhebungen durchgeführt und diese im weiteren Verlauf des Teilprojekts analysiert.
    Ansprechpartner
    Clara Sofie Kramer
    Tel.: +49(0)761 203-3502
    Email: clara.kramer@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • The Knowledge Politics of Experimenting with Smart Urbanism (Teilprojekt P1 im SFB 1015)
    Projektleitung
    Freytag T
    Laufzeit
    01.09.2016 bis 31.08.2019
    Beschreibung
    The aim of the joint research project to be conducted with partners from leading universities in Europe is to further develop a theoretical and empirical understanding of how smart urbanism experiments are re-shaping urban knowledge politics in European cities. The project proposes a symmetrical analysis of formal, corporate-led initiatives and informal, grassroots-led initiatives, as well as hybrid combinations. Together we refer to these as smart urbanism experiments. First, an interdisciplinary and comparative theoretical framework is developed on the knowledge politics of smart urbanism experimentation. This framework advances perspectives from critical urban geography, science and technology studies and socio-technical transitions literature. Second, the project will apply and test the framework in 8 European cities in the UK, the Netherlands, Germany, France and Spain to gain deep empirical understanding of contemporary (formal and informal) smart urbanism. Finally, this provides the opportunity to actively contribute to shaping contemporary debates on smart urbanism. The project supports cross-national, comparative analysis for refining and debating the initial theoretical framework in various settings.
    Ansprechpartner
    PD Dr. Philipp Späth
    Tel.: +49(0)761 203-3725
    Email: spaeth@envgov.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Wasserhaushalt siedlungsgeprägter Gewässer: Gesellschaftliche Akzeptanz und Integration in die Planungspraxis (WaSiG, Teilprojekt Humangeographie)
    Projektleitung
    Hackenbroch K, Freytag T
    Laufzeit
    01.06.2015 bis 31.05.2018
    Beschreibung
    Gegenstand des BMBF-Verbundvorhabens „Wasserhaushalt siedlungsgeprägter Gewässer: Planungsinstrumente und Bewirtschaftungskonzepte“ (WaSiG) ist die Erarbeitung von ingenieur- und sozialwissenschaftlichen Kenngrößen und Instrumenten zur integralen Bewirtschaftung der Oberflächen- und Grundwasserressourcen in siedlungsgeprägten Einzugsgebieten. Die Projektkomponente der Humangeographie (Universität Freiburg) umfasst die Untersuchung der Akzeptanz für Bewirtschaftungsmaßnahmen (i) bei den BewohnerInnen verschiedener Stadtquartiere sowie (ii) in der Stadtverwaltung und bei weiteren beteiligten Akteuren. In den drei Städten Freiburg, Hannover und Münster werden mittels quantitativer Befragungen der Bevölkerung einzelner ausgewählter Stadtquartiere die Gewohnheiten, Erfahrungen und Vorbehalte gegenüber nachhaltiger Bewirtschaftung siedlungsgeprägter Gewässer analysiert. Untersucht werden Stadtquartiere differenziert nach Siedlungsstrukturen, sozio-ökonomischen Merkmale und der Art der Wassermanagementsysteme und deren Relevanz für die Bevölkerung. Mit Hilfe von Expertengesprächen mit den beteiligten Akteuren – öffentliche Verwaltung, Stadtentwässerung, Planungsbüros und lokale Initiativen – werden Entscheidungsabläufe und Innovationen bei der Wahl der Bewirtschaftungskonzepte analysiert. Grundlage hierfür ist eine Analyse der Organisations- und Governance-Strukturen in den drei Städten.
    Ansprechpartner
    Dr. Kirsten Hackenbroch
    Tel.: +49(0)761 203-3560, +49(0)761 203-8970
    Email: Kirsten.hackenbroch@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    BMBF
  • Unterschiedliche Näheformen und temporäre räumliche Nähe. Eine theoriebasierte Aufarbeitung des neuen Forschungsfeldes „temporäre räumliche Nähe“.
    Projektleitung
    Growe A
    Laufzeit
    01.01.2013 bis 31.12.2017
    Beschreibung
    Das Forschungsvorhaben zielt auf eine Weiterentwicklung des Nähebegriffs in der Geographie. Dazu wird das neue Forschungsfeld der temporären räumlichen Nähe theoriegeleitet systematisiert. Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung des Nähebegriffs ist die Frage nach einem Zusammenhang von räumlicher Nähe in non presence networks und dem Austausch von Wissen in globalen ökonomischen Prozessen. Zum einen wird in geographischen Theorien angenommen, dass räumliche Nähe den Austausch von Wissen erleichtert. Diese Annahme dient der Erklärung von räumlichen Agglomerationen. Zum anderen interagieren Wirtschaftsakteure nicht nur mit Wirtschaftspartnern in direkter räumlicher Nähe, sondern auch in globalen Wertschöpfungsprozessen. Die gezielte Einrichtung von Beziehungen zu Lieferanten, Kunden oder Kooperationspartnern über lange Distanzen hinweg ist jedoch sehr kostenintensiv. Dennoch birgt der gezielte Austausch von Wissen für die beteiligten Akteure viele Vorteile. Durch den zielgerichteten Wissensaustausch mit räumlich entfernt lokalisierten Akteuren können andere Näheformen als räumliche Nähe genutzt werden. In vielen Studien werden fünf Formen von Nähe unterschieden: kognitive Nähe, organisationale Nähe, soziale Nähe, institutionelle Nähe und räumliche Nähe. Jede Näheform spielt für den erfolgreichen Austausch von Wissen eine große Rolle, kann aber auch negative Wirkungen auf Innovationen entfalten, bspw. wenn lock-in-Effekte auftreten. Zu viel räumliche Nähe kann daher – ebenso wie zu wenig räumliche Nähe – negative Effekte für den Austausch von Wissen und auf Lernprozesse haben. Außerdem ist räumliche Nähe allein nicht ausreichend für den Austausch von Wissen. Zwischen den sich austauschenden Akteuren muss bspw. auch eine gewisse kognitive Nähe bestehen: beide Akteure müssen die auszutauschenden Informationen identifizieren, interpretieren und verarbeiten können. Ziel des Projektes ist eine theoriegeleitete Systematisierung unterschiedlicher Formen temporärer räumlicher Nähe sowie die Wirksamkeit unterschiedlicher Näheformen in den Ausprägungen temporärer räumlicher Nähe.
    Ansprechpartner
    Dr. Anna Growe
    Tel.: +49 (0)761 203-97874
    Email: anna.growe@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm des Landes Baden-Württemberg