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Natur- und Kulturinterpretation

 
Natur- und Kulturinterpretation (Heritage Interpretation) ist ein non-formaler Bildungsansatz für Schutzgebiete, Denkmäler, Museen und historisch bedeutsame Orte. Er kommt bei Führungen, Themen- und Erlebniswegen sowie in Ausstellungen, Besucherzentren und Museen zum Einsatz – überall dort wo Orte, Objekte und Phänomene unmittelbar erlebt werden können. Interpreten animieren Besucher zu erkunden, inwiefern das natürliche und kulturelle Erbe, aus unterschiedlichen Blickwickeln, bedeutsam ist. Oft geben sie Denkanstöße zu Fragen der Gegenwart und der Gestaltung der Zukunft.
 
Freiburger Geographen befassen sich mit Fragen der theoretischen Fundierung des Interpretationsansatzes und dessen Potential für das lebenslange Lernen beispielsweise zur Überwindung von Stereotypen und Klischees. Eine Leitfrage dabei ist, wie mehrperspektivische Interpretation zum sozialen Zusammenhalt in kulturell diversen Gesellschaften beitragen kann. F&E Projekte entwickeln und testen Qualitätskriterien für die Praxis. Einsatzsatzfelder sind die Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Steigerung der Erlebnisqualität des umwelt- und sozialverträglichen Tourismus sowie die Sensibilisierung für den Natur- und Denkmalschutz.
 

Projekte mit Bezug zu Natur- und Kulturinterpretation


  • NATOUR: Entwicklung eines Weiterbildungsmasters "Ecotourism and Nature Guiding"
    Projektleitung
    Glaser R, Nethe M
    Laufzeit
    01.03.2021 bis 01.03.2024
    Beschreibung
    Das NATOUR-Projekt geht auf die Bedürfnisse, den Tourismus in brasilianischen, kolumbianischen und chilenischen Ländern auf nachhaltige Weise zu managen und umzusetzen ein, indem ein gemeinsames Studienprogramm für Ökotourismus und Naturführung entwickelt und umgesetzt wird. Die Entwicklung eines solchen Programms durch einzelne Hochschuleinrichtungen führt zu einem hohen Maß an Übernahme von etablierten Praktiken und vorhandenem Wissen im Bereich des Ökotourismus und Heritage Interpretation. Die Arbeitsgruppe Heritage Interpretation ist federführend in der Modulausarbeitung des "Natur Guiding" und steht für die "Qualitiy Assurance" der Studiengangentwicklung.
    Ansprechpartner
    Nethe M, , Chatel A
    Tel.: 0761 203-9129
    Finanzierung
    ERASMUS+
  • Konzeption und Umsetzung einer zeitgemäßen Öffentlichkeitsarbeit und inhaltlichen Besucherlenkung durch das forstliche Versuchsgelände Liliental
    Projektleitung
    Glaser R, Nethe M, Chatel A
    Laufzeit
    01.01.2017 bis 31.12.2022
    Beschreibung
    Das Liliental (Kaiserstuhl/Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) zeichnet sich durch einmalige naturräumliche Gegebenheiten und eine spannende Geschichte aus. Seit der Einrichtung als forstliches Versuchsgelände vor 60 Jahren hat sich durch die besondere Art der Bewirtschaftung als Versuchsfläche und Samenplantage eine einzigartige Erholungslandschaft mit großer Biodiversität herausgebildet. Diese Voraussetzungen führen dazu, dass viele Besucher das Liliental frequentieren. Das Besucherprofil ist heterogen, Freizeitbelange stehen Expertengruppen gegenüber. Jedoch führen die verschiedenen Nutzungsansprüche (Freizeit, Forschung, Waldwirtschaft, Naturschutz) immer wieder zu Konflikten. Ziel der Konzeption ist über den Kommunikationsansatz Heritage Interpretation besuchergerecht den jeweiligen Zielgruppen die Nutzungen und Besonderheiten des Lilientals zu vermitteln sowie das Alleinstellungsmerkmal Liliental heraus zu arbeiten. Projektpartner sind die Forstliche Versuchsanstalt (www.fva-bw.de) und ForstBW (www.forstbw.de).
    Ansprechpartner
    Nethe M, Chatel A
    Email: monika.nethe@geographie.uni-freiburg.de, anna.chatel@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    Sonderinvestionsmittel Öffentlichkeitsarbeit des Landesbetriebs Forst Baden-Württemberg