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Transdisziplinäre Gesellschaft-Umwelt-Forschung

 
Rapide globale Umweltveränderungen und sozialen Umwälzungsprozessen erfordern eine tiefgreifende gesellschaftliche Transformation. Mittels transdisziplinärer Forschung in Zu-sammenarbeit mit Akteuren aus Politik und Praxis erarbeitet die Freiburger Humangeographie gesellschaftliche Lösungsansätze mit direktem Anwendungsbezug und unterstützt Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung dabei, Transformation proaktiv zu gestalten.
 
Die komplexen Erscheinungsformen und Problemkonstellationen von globalem Wandels erfordern ein Neudenken bestehender Politik- und Planungsansätze, um gesellschaftliche Transformation zu ermöglichen und so zu gestalten, dass negative Auswirkungen vermieden oder abgemildert werden können. Die Freiburger Humangeographie engagiert sich in der Zusammenarbeit mit Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft und anderen wissenschaftlichen Disziplinen, um effektive und praktikable Lösungsansätze zur gesellschaftlichen Transformation zu entwickeln. Im Rahmen von Forschungsprojekten werden beispielsweise die Auswirkungen von Klimawandel auf Gesundheitssysteme und co-kreative Ansätze der Stadtplanung hinsichtlich ihres Transformationspotenzials untersucht.
 

Projekte mit Bezug zu Transdisziplinärer Gesellschaft-Umwelt-Forschung


  • Resilienzforschung und -entwicklung in den Environmental Humanities.
    Projektleitung
    Fünfgeld H
    Laufzeit
    01.10.2020 bis 30.09.2021
    Beschreibung
    Environmental Humanities" ist ein neues Schlagwort, mit dem Geisteswissenschaften ihre Bereitschaft demonstrieren, sich in den vor allen von Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern geführten Kampf gegen die globale Umweltkrise einzubringen. Der Forschungsschwerpunkt verfolgt dabei eine doppelte Zielsetzung: Zunächst soll untersucht werden, wie die Geisteswissenschaften resilienter gegenüber den Herausforderungen werden können, die sich aus der Veränderung akademischer Werte und neuer Hochschulpolitik seit dem beginnenden 20. Jahrhundert ergeben. Wir sind überzeugt davon, dass eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Geistes- und Umweltwissenschaften besondere Chancen eröffnet, und setzen uns daher zum Ziel, Möglichkeiten zur Kooperation zu identifizieren und zu stärken. Zugleich gehen wir davon aus, dass die Resilienzforschung eines derjenigen Forschungsfelder darstellt, in der eine solche Zusammenarbeit besonders vielversprechend ist. Aus diesem Grund nehmen unsere Forschungsprojekte die Herausforderung "Resilienz" aus verschiedenen disziplinären Perspektiven in den Blick und erproben zugleich interdisziplinäre Ansätze. Bislang wurde das Konzept der Resilienz, das seinen Ursprung in den Umweltwissenschaften hat und schnell von Soziologie und Psychologie übernommen wurde, von nur wenigen geisteswissenschaftlichen Disziplinen augegriffen. Dennoch sind wir überzeugt, dass das Konzept auch in anderen Diskursen in den Geisteswissenschaften gewinnbringend anwenden lässt, da es insbesondere die Debatte über die Fähigkeit von Individuen und Kollektiven zum Fortbestehen erleichtert. Evi Zemanek vom Institut für Medienwissenschaften, die Historikerinnen Sabine Dabringhaus und Melanie Arndt sowie Hartmut Fünfgeld vom Institut für Geographie werden ein Team von Freiburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und internationalen Forscherinnen und Forschern zusammenbringen.
    Ansprechpartner
    Fünfgeld H
    Email: hartmut.fuenfgeld@geographie.uni-freiburg.de
    Finanzierung
    Freiburg Institute of Advanced Studies