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Klimawandel, Klimavariabilität und historische Klimatologie

Vor dem Hintergrund der Debatte um den aktuellen Klimawandel muss dieser von der natürlichen Klimavariabilität unterschieden werden. Mit Hilfe historischer Quellen lässt sich das Klima der Vergangenheit rekonstruieren und gleichzeitig die Reaktionsmechanismen der Gesellschaft auf veränderte Klimabedingungen analysieren.

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Challenges of Reservoir Management (CHARM)

Projektbeschreibung

Weltweit dienen Reservoire essentiellen Zwecken wie der Wasser- und Energieversorgung, dem Hochwasserrückhalt, der Schiffbarmachung der Gewässer und – nicht zuletzt – der Naherholung und dem Tourismus. In Zukunft wird die Bedeutung dieser künstlich angelegten Wasserkörper durch die erwarteten Veränderungen im Zuge des Klimawandels und der demographische Entwicklung weltweit ansteigen. Allerdings führen Dammbauten immer wieder zu Nutzungskonflikten und entsprechenden gesellschaftlichen Spannungen zwischen unterschiedlichen Interessengruppen, da sie mit intensiven Eingriffen in die Landschaft einhergehen. Diese umfassen sowohl ökologische als auch ökonomische, soziale und infrastrukturelle Aspekte. Besondere und neue Herausforderungen sind die mit Schad- und Nährstoffen sowie organischem Material belasteten Sedimentakkumulationen innerhalb der Reservoire, die zu toxischen Blaualgenblüten und zur Produktion klimawirksamer Treibhausgase führen können. Die Sedimentablagerungen beeinträchtigen zudem allein durch ihre Quantität die Funktion und den Betrieb der Anlagen. Für eine nachhaltige, konsensfähige Speicherbewirtschaftung, in der auch diese neuen Entwicklungen und Änderungen Berücksichtigung finden, ist die Ausarbeitung eines integrierten, vernetzten Managementkonzeptes, das eine möglichst umfassende Analyse der relevanten Faktoren vorsieht, von große Bedeutung. Das Vorhaben CHARM wird im Rahmen der Wassernetzwerkinitiative Baden-Württemberg vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert. Beteiligt sind an diesem Projekt die Physische Geographie der Universität Freiburg, das Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung der Universität Stuttgart sowie das Limnologische Institut der Universität Konstanz. Am Lehrstuhl für Physische Geographie der Universität Freiburg werden die gesellschaftlichen Implikationen und Konflikte von Reservoiren an regionalen Fallbeispielen analysiert, um damit Beiträge zu einem integrierten, vernetzten Managementkonzept zu liefern. Die transdisziplinäre Kooperation der Projektpartner ist notwendig, um einen integrativen, holistischen Analyseahmen gewährleiten zu können.

Projektleitung

Glaser R

Ansprechpartner

Stork K, Daus M
Email: katharina.stork@geographie.uni-freiburg.de, milan.daus@geographie.uni-freiburg.de

Laufzeit

01.01.2016 bis 31.12.2020

Finanzierung

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Publikationen
Vorträge
  • Glaser R, Daus M, Koberger K: Understanding Reservoirs - Managing Reservoirs Sustainably. 08.10. 2018 (Symposium Wassernetzwerk Baden-Württemberg in Stuttgart)
Konferenzbeiträge
  • Daus M, Koberger K, Glaser R: Societal implications of reservoir management. 08.10. 2018 (Symposium Wassernetzwerk Baden-Württemberg in Stuttgart)

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