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Regional- und Kulturlandschaftsforschung

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Ressourcen und Akteure der Multifunktionalität in ländlichen Räumen. Eine vergleichende Studie zwischen Südfrankreich (Roussillon-Languedoc) und Südwestdeutschland (Schwarzwald und angrenzende Regionen)

Projektbeschreibung

Ländliche Räume sind vielfach ungünstigen endogenen Faktoren und Prozessen sowie zunehmend restriktiven exogenen Rahmenbedingungen unterworfen und in erheblichem Ausmaß von Entscheidungen abhängig, die außerhalb der Region getroffen werden, und auf die sie keinen oder wenig Einfluss nehmen können. Entwicklungspfade und -potenziale ländlicher Räume werden dennoch entscheidend von ihren endogenen Ressourcen und von deren Ausschöpfung durch regionale Akteure bestimmt. Multifunktionalität, verstanden als die Ausnutzung möglichst sämtlicher ökonomischer, sozialer und umweltbezogenener Ressourcen, ist eine grundlegende Voraussetzung für eine positive und nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume: Sie hilft, die Anpassungsfähigkeit ländlicher Räume zu stärken und die Anfälligkeit gegenüber ungünstigen demographischen Trends, wirtschaftlichen Krisen, agrarpolitischen Maßnahmen usw. zu verringern. In den Untersuchungsgebieten soll an ausgewählten Beispielen innerhalb der Themenbereiche „Landwirtschaft“, „erneuerbare Energien“ und „grenzüberschreitende Regionalentwicklung“ aufgezeigt werden, wie endogene Ressourcen geeignet sind, zu einem multifunktionalen Entwicklungspotenzial beizutragen und welche Akteure, Netzwerke und Governance-Formen an der Ausschöpfung und Entwicklung dieser Potenziale beteiligt sind. Methodisch-konzeptionell ist das Projekt mit einer übergreifenden Fragestellung in empirische Teilstudien gegliedert, die einheitlich unter Zusammenführung der Konzepte der Multifunktionalität und des Territorial Capital betrachtet werden. Es wird davon ausgegangen, dass insbesondere die Vernetzung der Akteure Schlüsselfunktion im Sinne von regionalem Sozial- und Humankapital für die Entwicklung einer tragfähigen Multifunktionalität hat und entscheidend zu einer Regionalentwicklung von innen heraus beitragen kann.

Projektleitung

Korff C, in Kooperation mit Prof. Dr. Guillaume Lacquement, (Université Perpignan)

Ansprechpartner

Dr. Cornelia Korff
Tel.: 0761 203 3572
Email: cornelia.korff@geographie.uni-freiburg.de

Laufzeit

01.01.2016 bis 31.12.2018

Finanzierung

Teil-Förderung durch DAAD im Rahmen des Programms PROCOPE 2016

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