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Fragen und Antworten zum Forschungsprojekt


An der Umfrage zur Mobilität im Alltag haben sich erfreulicherweise sehr viele Menschen beteiligt. Wir sind äußerst dankbar für diese Unterstützung und nehmen die ausführlichen Antworten und Anregungen gern auf, damit sie im weiteren Verlauf des Forschungsprojekts berücksichtigt werden können.

Zahlreiche Rückmeldungen haben uns gezeigt, wie wichtig es vielen Menschen ist, sich mit Fragen der Mobilität im Alltag und deren Zukunftsperspektiven zu beschäftigen. Wir freuen uns über das große Interesse, mit dem unser Forschungsprojekt in der Gesellschaft wie auch in Politik, Planung und Wissenschaft aufgenommen wird. Da es uns zeitlich nicht möglich ist, alle Rückfragen individuell zu beantworten, haben wir im Folgenden einige Rückfragen und Antworten zusammengestellt, denen Sie weitere Informationen zum Forschungsprojekt entnehmen können.


1. Wie wird das Forschungsprojekt finanziert und dient das Projekt den Interessen bestimmter Gruppen?

Es handelt sich um Grundlagenforschung, die aus öffentlichen Mitteln finanziert wird. Dabei werden die Interessen der Öffentlichkeit vertreten, denn durch die Befragung wird es möglich, unterschiedliche Mobilitätsgewohnheiten im Alltag und spezifische Wünsche hinsichtlich künftiger Mobilitätskonzepte zum Ausdruck zu bringen. Die Forschungsergebnisse werden durch die Medien für Entscheidungsträger*innen und für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich gemacht und als Grundlage für eigene Publikationen verwendet. Weiterhin können die Ergebnisse genutzt werden, um weiterführende Forschungsprojekte zu entwickeln, die auf Teilaspekte der Alltagsmobilität fokussieren, die besonders relevant erscheinen. Eine Weitergabe der erhobenen Daten an Dritte ist nicht vorgesehen. Es wird kein kommerzielles Interesse verfolgt, es gibt keinen Auftraggeber für die Studie und auch keine finanziellen Zuwendungen durch Dritte.


2. Weshalb ist der Fragebogen verbunden mit der Möglichkeit zur Teilnahme an der Verlosung von Einkaufsgutscheinen?

Auf diese Weise wird der Anreiz zum Ausfüllen und Einsenden des Fragebogens deutlich erhöht. Dieses zunächst vor allem im gewerblichen Kontext praktizierte Verfahren findet seit einigen Jahren auch in der wissenschaftlichen Forschung eine zunehmende Verbreitung. Für uns reduziert sich der Aufwand, wenn wir Dank der Verlosung von Gutscheinen eine geringere Zahl von Fragebögen drucken und verteilen lassen müssen, um am Ende die angestrebte Anzahl von ausgefüllten Fragebögen zu erhalten.


3. Weshalb ist die übergeordnete Fragestellung des Forschungsprojekts relativ breit und offen formuliert?

Das Projekt dient der sogenannten Grundlagenforschung. Deshalb enthält der Fragebogen einige eher allgemein gehaltene Fragen. Auf diese Weise möchten wir unterschiedliche Facetten des Themas Alltagsmobilität abbilden und greifbar machen. Diese Offenheit im Forschungsprozess ist wichtig, damit wir nicht vorab durch die Auswahl einer bestimmten Forschungsfrage oder Methode eine Setzung vornehmen, die den gesamten weiteren Forschungsprozess bestimmt. Auf Grundlage der Erkenntnisse aus der Umfrage wird es jedoch später möglich sein, Forschungsfragen zur Vertiefung in weiteren Projekten abzuleiten.


4. Wie wurde die Auswahl getroffen, wo die Fragebögen verteilt werden?

In Freiburg und Umgebung wurden einige Gemeinden, Orts- und Stadtteile ausgewählt, die sich der Zahl der Einwohner*innen, der Siedlungs- und Bebauungsstruktur, der lokalen Einkaufs- und Versorgungsmöglichkeiten sowie der Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) voneinander unterscheiden. Für jeden der Verteilungsstandorte wurde eine bestimmte Anzahl von Fragebögen für die Verteilung festgelegt. Je nach Anzahl der dort wohnhaften Haushalte wurden die Fragebögen entweder in (nahezu) jeden Briefkasten oder in jeden zweiten Briefkasten verteilt.


5. Weshalb wird in einem Teil des Fragebogens so stark auf den autonomen Abholservice fokussiert?

Für viele Menschen ist die Vorstellung von einem autonomen Abholservice, der künftig einmal genutzt werden kann, ziemlich utopisch. Wir erwarten, dass die Bereitschaft zur Nutzung ebenso wie mögliche Bedenken gegenüber diesem Service von den Teilnehmer*innen der Umfrage recht unterschiedlich bewertet werden. Es wird spannend sein zu sehen, ob sich bestimmte Zusammenhänge im Hinblick auf Akzeptanz und Ablehnung erkennen lassen. Dabei ist es uns vollkommen bewusst, dass der autonome Abholservice nur einen sehr kleinen Ausschnitt der vielfältigen Möglichkeiten für künftige Entwicklungen der Alltagsmobilität darstellt. Daneben existieren viele weitere Mobilitätsformen, die im Fragebogen einen weniger promi¬nenten Platz einnehmen.


6. Weshalb wird nach der Stimmabgabe bei der Bundestagswahl und nach Körpergröße und Gewicht bzw. Body Mass Index (BMI) gefragt?

Eine Grundannahme des Forschungsprojekts besteht darin, dass die Mobilitätsgewohnheiten der Befragten sowie deren Einstellungen und Wünsche im Hinblick auf künftige Mobilitätskonzepte nicht einheitlich sind, sondern deutliche Unterschiede aufweisen. Anhand der Antworten auf die oben genannten Fragen soll bei der Auswertung der ausgefüllten Fragebögen geprüft werden, inwieweit bestimmte Gewohnheiten, Einstellungen und Wünsche mit den abgefragten personenbezogenen Angaben (einschließlich politischer Orientierung und Gesundheit) zusammenhängen.


7. Weshalb enthält der Fragebogen nicht noch mehr und noch detailliertere Fragen?

Den Fragebogen haben wir bewusst relativ schlank gehalten. Noch mehr und noch detailliertere Fragen (z.B. Dienstwagen, Carsharing, Mitfahrgelegenheiten, Frelo u.v.m.) hätten dazu geführt, dass vielen Menschen der Aufwand zu hoch gewesen wäre, so dass wir am Ende deutlich weniger ausgefüllte Fragebögen erhalten hätten. Ausführlichere und detailliertere Fragen sind erfahrungsgemäß besser geeignet für Interviews mit einer Dauer von ca. 30-60 Minuten, damit sie zusammenhängend und mit der Möglichkeit zu Rückfragen und Erläuterungen beantwortet werden können. Nach der erfolgten Auswertung des Fragebogens werden wir einige Personen, die sich dazu im Fragebogen bereit erklärt haben, kontaktieren und um ein Interview bitten.


8. Wie werden die Fragebögen ausgewertet?

Die anhand der Fragebögen erfassten Daten werden zunächst digital eingegeben und anonymisiert. Anschließend erfolgt eine Auswertung mit Hilfe statistischer Verfahren. Dabei unterscheiden wir nach Siedlungstypen, Haushaltssituation und anderen im Fragebogen enthaltenen Angaben. Auf diese Weise möchten wir einige charakteristische Muster und Zusammenhänge identifizieren.


9. Wie geht es mit dem Projekt weiter? Wo werden die Ergebnisse veröffentlicht?

Nach Abschluss der Fragebogenerhebung werden die erfassten Daten aufbereitet und analysiert. Diese Arbeit wird sicherlich einige Monate in Anspruch nehmen. Sobald wir aussagekräftige Ergebnisse haben, werden wir diese in wissenschaftlichen Veröffentlichungen dokumentieren und über Pressemitteilungen einer interessierten Öffentlichkeit wie auch politischen, planerischen und andern Entscheidungsträger*innen zugänglich machen.