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Global Change

"Global Change" oder "Globaler Wandel" muss als die große Transformation des sozial-ökologischen Systems Erde verstanden werden. Er geht vom Menschen aus, wird aber nicht nur von der Bevölkerungszahl und ihrer Verteilung, sondern v.a. von unseren Werthaltungen bestimmt. Die Analyse des Globalen Wandels konzentriert sich auf eine Reihe von Leitthemen wie "Bevölkerungsentwicklung und Urbanisierung, Klimawandel, Änderung der Biodiversität, Landnutzungswandel und Desertifikation, Wassernutzung, Zustand der Meere, Müllentsorgung, ebenso der "Run" auf die Ressourcen". Er fokussiert damit primär auf die geoökologischen Zustände und Veränderungen.
Und obwohl der Globale Wandel ein neues Thema darstellt, besitzt er eine weite historische Tiefe, die ihren Startpunkt in der neolithischen Revolution hatte und ihren Fortgang in der Kolonialisierung fand. Weitere Akzentuierungen erfolgten mit der Industrialisierung und in den 1950er Jahren, der großen modernen Beschleunigung.
 
Forschungsfragen stellen auf die jüngste Entwicklung ab, die Darstellung der wesentlichen Grundtatsachen? Ganz wesentlich dabei ist, wie sich die vom Mensch auf den Weg gebrachten Prozesse in der nahen Zukunft auswirken und auf uns rückkoppeln werden?
Zentrale Fragen beziehen sich u.a. auf die Belastungsgrenzen der Erde, ihre Vulnerabilität und Resilienz bzw. die nach der Aufrechterhaltung von Ökosystemdienstleistungen und Ökosystemfuktionen.
 
Ganz wesentlich ist dabei die Frage nach der Zukunftsfähigkeit unseres Erdsystems.
 
Die geographische Sichtweise lässt erkennen, dass der Globale Wandel ein regionales Gesicht offen legt. Es lassen sich Hotspots im Sinne von Verursachern und Betroffenen ausdeuten. Globale Player, prosperierende Regionen stehen dabei neben peripheren, abgehängten Regionen. Der Globale Wandel kennt Gewinner und Verlierer. Er offenbart damit die Verletzlichkeit bzw. die Resilienz von Regionen in ökologischer und sozialer Hinsicht. Er legt im besonderen Maße das räumliche und zeitliche Auseinanderfallen von Gewinnern und Verlierern offen, dem spezifischen "time und spatial lag", der eine neue Bewertung des Ausgleichs notwendig macht. Eine globale Governance, im Sinne einer World Alliance, die einen durchsetzungsfähigen Handlungsrahmen definiert und deren Missachtung gegebenenfalls sanktionieren kann, wäre eine realistische Option um für einen gerechten Ausgleich zu sorgen und den bisherigen Fingerabdruck des Menschen einzudämmen und absehbare negative Folgen zu mindern.
 
Eine Analyse der bisherigen Pfade lässt aber auch die Pioniere und Innovatoren erkennen, die neue gangbare Konzepte auf den Weg gebracht haben, mit denen den großen Herausforderungen entgegen getreten werden kann. Die zentrale Frage dabei ist: "Was ist notwendig, um die Zukunftsfähigkeit unseres Planeten zu erhalten"?

Projekte

aktuelle Projekte | Projekte der letzten drei Jahre | alle Projekte
  • Challenges of Reservoir Management (CHARM)
  • Clim`ability-Klimaanpassungsstrategien für Unternehmen in der Region Oberrhein
  • Drought impacts, processes and resilience: making the invisible visible (DRIeR)
  • Transnationales Hochwasserrisikomanagement im Rheineinzugsgebiet. Ein historisch-progressiver Ansatz.
  • Vegetables go to School, improving nutrition by agricultural diversification

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