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Geographische Konfliktforschung

StuttgartInnerhalb der Politischen Geographie stellt die geographische Konfliktforschung kein geschlossenes Theoriegebäude zur räumlichen Konfliktforschung dar. Gegenstand konfliktbezogener geographischer Ansätze sind die Akteure mit ihren unterschiedlichen Interessen und Zielen sowie ihrer Durchsetzungsfähigkeit. Zentral geht es der geographischen Konfliktforschung folglich um die Fragen nach dem Verhältnis von Raum und Macht.

Angesichts zunehmender Ressourcenverknappung wächst die Bedeutung konflikttheoretischer Forschungsansätze, um die Nutzung und Gestaltung räumlicher Strukturen zu untersuchen. Vor allem auf regionaler und lokaler Ebene im Entwicklungskontext und bei der Raum- und Umweltplanung treten Konflikte immer deutlicher zu Tage. Besonders die Handlungen lokaler und regionaler Akteure sind dabei eingebunden in ein Spannungsfeld unterschiedlicher Rahmenbedingungen, die die Handlungsmöglichkeiten und Strategien der einzelnen Akteure zur Durchsetzung ihrer raumbezogenen Interessen beeinflussen.

Von großer Bedeutung ist dabei die Unterscheidung zwischen Konfliktgegenständen und der Austragungsform sowie im Hinblick auf die Konfliktbearbeitung auch die Unterscheidung des Konflikttyps (Wertekonflikte, Beziehungskonflikte, Interessen- und Nutzungskonflikte). 
Aktuelle Forschungsprojekte beschäftigen sich daher mit der Frage nach den Akteursinteressen bei raumbezogenen Nutzungskonflikten und den Prinzipien, nach denen die Auseinandersetzungen um räumlich gebundene Strukturen ausgetragen werden. Zentral ist dabei auch die Frage nach den Möglichkeiten konfliktbearbeitender Verfahren, womit die Nähe zu Governance-Ansätzen deutlich wird.

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  • Ethnische Minderheiten und politische Konflikte im östlichen Europa und der GUS.

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