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Politische Ökologie

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Die Politische Ökologie ist ein Analysekonzept zur Erklärung von Umweltveränderungen unter Einbeziehung von historischen, politischen und gesellschaftlichen Faktoren. Der Ansatz ist ein politisch-ökonomischer, da es um die Entschlüsselung von spezifischen politischen Naturverhältnissen geht, die unterschiedlichen ökonomischen Kräften unterliegen.

Politisch-ökologische Untersuchungen bilden angesichts der sich verschlechternden Umweltsituation in vielen Ländern des Globalen Südens ein zentrales Element der Global-Environmental Change Forschung, da die Erhaltung und Bewahrung natürlicher Ressourcen (Klima, Wasser, Böden, Biodiversität) speziell in den Tropen von existentieller Bedeutung für die gesamte Menschheit ist. Die Politische Ökologie der Entwicklungsländer (Third World Political Ecology) analysiert  z.B. die Ursachen von Bodendegradation, Tropenwaldzerstörung, Konflikte um Wasser und Weideland, die Folgen des internationalen Ferntourismus oder das brandaktuelle Thema der Überfischung der Weltmeere.
Im Mittelpunkt der Politischen Ökologie der hoch entwickelten Länder (First World Political Ecology) stehen ganz allgemein Fragen der Umweltgerechtigkeit. Die Urban Political Ecology untersucht die treibenden gesellschaftlichen Hintergründe für städtische Umweltprobleme sowie die Gewinner und Verlierer von Stadtplanungsprozessen; daneben werden die Folgen von negativen Umwelteinflüssen wie Emissionen, Verkehrslärm etc. in sozial benachteiligten Stadtteilen untersucht. Hierbei ergeben sich enge Verbindungen zur Geographischen Konfliktforschung.


Projekte

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  • Die Vermarktlichung von Sanden in Kambodscha: globale Vernetzungen, Konflikte und Materialitäten (DFG, 2018-2021)
  • A Green City Mandate? Promises and Pitfalls of Urban Environmental Governance since the 1970s (FRIAS, 2015-2016)
    • Projektleitung: Dabringhaus S, Freytag T, Mattissek A, Mauch C, Müller S, Späth P
    • Laufzeit: 01.10.2015 bis 30.09.2016
    • Details zum Projekt
  • Energiewende und Klimawandel in der Stadtentwicklung – zwischen diskursiven Leitvorstellungen und Handlungspraxis (DFG, 2015-2018)
  • Humangeographische Sommerschule 2011: „Gesellschaft-Umwelt-Forschung in der Humangeographie“ (DFG, 2011)
  • Governance von Hochwassermanagement in Nordost-Thailand (Global Networks Programm der Universität Heidelberg, 2010-2011)
  • Ressourcenkonflikte im Spannungsfeld von globalem Klimaschutz und lokaler Nutzung – Auswirkungen der globalen Diskurse um Klimawandel und REDD+ auf Praktiken der Waldnutzung in Thailand (Margarete von Wrangell Habilitationsstipendium, 2009-2014)

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